Zahlen über Zahlen, Geldsummen, Kredite, Quadratmeter, Schülerzahlen und Bauzeiten – in dieser Woche haben sich Eltern, Lehrer und Politiker mehrfach intensiv mit Warens Schullandschaft, vor allem mit ihrer Zukunft beschäftigt. Und auch wenn nach wie vor ganz viel Ungewissheit herrscht, eines ist klar: Eine Patentlösung, die allen Wünschen, Ansprüchen und finanziellen Möglichkeiten gerecht wird, scheint es nicht zu geben.
Das wurde auch wieder auf dem Treffen der FDP/MUG-Fraktion deutlich, die am Donnerstagabend eingeladen hatte, um ihre Vorstellungen zu präsentieren. Dabei – und das ließ einige Besucher durchaus aufhorchen – haben die Fraktionspartner sogar unterschiedliche Ideen. Einig sind sie sich lediglich darüber, dass sie auf jeden Fall zwei neue Schulen und keine Flickschusterei wollen – beim Wie, Wo und Wann gehen die Vorstellungen aber auseinander.

In dieser Woche präsentierte die Stadt in diversen Ausschüssen einen neuen Vorschlag: Jetzt sollen beide Schulen saniert und auf die Inklusion vorbereitet werden. Kostenpunkt nunmehr rund 16 Millionen Euro, Anteil der Stadt etwa 9 Millionen. Eklatanter Nachteil: Kein Raumgewinn, obwohl beide Schulen aus allen Nähen platzen. Dennoch stimmten sowohl die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses als auch des Finanz- und Grundstücksausschusses mehrheitlich dafür.

Aber: Der Platz auf dem favorisierten Grundstück ist wirklich sehr, sehr knapp.
Die MUG liebäugelt nach wie vor mit dem Grundstück der alten Fleischwirtschaft und kann sich dort einen Schulcampus vorstellen. „Wir haben uns schlau gemacht und sind von der so genannten Modulbauweise beeindruckt. Sie geht schnell und sie kostet deutlich weniger als andere Bauweisen. In Rostock wurde bereits eine Schule in Modulbauweise errichtet“, so Olaf Gaulke von der MUG. In der kommenden Woche sei ein Modulbau-Experte in Waren, um Einzelheiten zu erläutern.
Auch nach diesem Treffen zur künftigen Schullandschaft bleiben also viele Fragen offen. Dabei drängt die Zeit, denn bis zum 11. April muss eine Entscheidung gefallen sein, damit Waren die angekündigten sieben Millionen Euro Fördermittel nicht durch die Lappen gehen.













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