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Änderungen bei Apotheken-Notdienst: So sieht es an der Müritz aus

Was bei den Zahnärzten in Mecklenburg-Vorpommern bereits seit rund einem Jahr Realität ist, gilt seit Beginn des neuen Jahres auch für die Apotheken in MV: Der Bereitschaftsdienst wird neu organisiert. Zwar wird es weiterhin Notdienste geben, allerdings nicht mehr in jeder Stadt. Bis zu 35 Kilometer müssen Menschen, die in der Bereitschaftszeit Medikamente benötigen, künftig fahren. Martin Turtschan, Inhaber der Apotheke am Kietz in Waren, hat das mal im Plan für den Januar zusammengefasst. Und ja, mal eben um die Ecke gehen und ein Medikament am Wochenende und nach Feierabend abholen, ist kaum noch möglich.

„Nacht- und Notdienst sind Gemeinwohlaufgaben, die ausschließlich Vor-Ort-Apotheken erbringen. Deren Zahl sinkt seit Jahren in einem besorgniserregenden Ausmaß. Der Rückgang der Apothekenzahl führt auch zu einer Änderung der Versorgungsdichte im Nacht- und Notdienst.“ Der Vizepräsident der Apothekerkammer Mecklenburg-Vorpommern, Marco Bubnick nennt damit den wesentlichen Grund, warum ab 1. Januar 2026 in Mecklenburg-Vorpommern neue Regeln für den Notdienst in Apotheken gelten werden.

Das Angebot der durchgehenden Apotheken-Notdienste wird dabei neu aufgestellt. Künftig ist für die Bevölkerung eine dienstbereite Apotheke im Umkreis von maximal 35 Kilometern erreichbar.

„Die Anzahl der Apotheken wird weniger, dafür sind künftig die Apotheken, die Notdienst leisten, zu einheitlichen Zeiten erreichbar“, fügt der Vizepräsident hinzu.

Zur Einteilung der Notdienste nutzt die Apothekerkammer Mecklenburg-Vorpommern wie Kammern anderer Bundesländer ein geodatenbasiertes EDV-Programm. Das sorgt dafür, dass notdienstbereite Apotheken optimal verteilt sind und für die Einwohner innerhalb des festgelegten Radius erreichbar bleiben. „Wir werden digitaler und damit aktueller, gedruckte Notdienstpläne wird es künftig nicht mehr geben, der Blick ins Internet zeigt neben der Beschilderung an jeder Apotheke im Land, wo sich die nächste dienstbereite Apotheke befindet“, stellt Marco Bubnick fest.

Die notdiensthabende Apotheke finden Bürger unter https://akmv.de/notdienst/, alternativ, insbesondere, wenn auch die Notdienste in angrenzenden Bundesländern von Interesse sind, unter https://www.aponet.de/apotheke/notdienstsuche.

6 Gedanken zu „Änderungen bei Apotheken-Notdienst: So sieht es an der Müritz aus“

  1. Ja alles gut und schön aber man sollte die Bereitschaftsapotheke vorher anrufen ob das Medikament vorrätig ist bevor man sich auf dem Weg macht.
    Meistens ist es nicht vorhanden, muss erst bestellt werden.
    Armes Deutschland 🇩🇪

  2. Die Alten interessieren in dieser Gesellschaft doch nicht mehr ….., der Politik sei Dank.
    Man nehme mal GoogleMaps zur Hand und überprüfe mal die tatsächliche Entfernungen zu den Apotheken, die man zurück legen muss. Per Luftlinie kommt man da ja nicht hin. Wieder einmal wird der gemeine Bürger nur verarscht. Es verschlimmbessert sich immer mehr, Fortschritt sieht anders aus. 😡
    Na dieses Jahr sind ja noch Wahlen, es wird höchste Zeit!

  3. Der Notdienst wird leider erst vermisst wenn er fehlt.

    Für die ländliche Bevölkerung ist der Weg von gut 30 km aber schon lange Realität. Es gab bei den festen Notdienstkreisen viele Regionen in MV in denen man auch von einer Stadt aus weit fahren musste. Und das gar nicht so weit weg (Beispiel Notdienstkreis Teterow, Neukalen, Malchin – Entfernung Teterow Neukalen über 20km – da fahren auch keine Öffis).

    Die gestiegenen Kosten sind die gleichen wie bei allen anderen auch.
    Strom, Miete, Nebenkosten, Gebühren, Steuern, Löhne

    Aber der Hauptumsatz einer Apotheke kommt von verschreibungspflichtigen Medikamenten. Davon bekommt eine Apotheke einen gesetzlich festgeschrieben Betrag. Dieser ist seit gut 20 (ja, Die Zahl ist ZWANZIG) Jahren unverändert.

    Fragen Sie sich mal bitte, würden Sie für das gleiche Gehalt wie vor 20 Jahren arbeiten? Könnte sie damit heute leben?

    Was die Krankenkassen in der Zeit mit ihren gestiegenen Beiträgen machen? Keine Ahnung, das wüssten wir Apotheken aber auch gern.

  4. Diese Panikmache ist völlig unnötig, kein Patient muss Angst haben, dass er nicht versorgt wird. Wann wird denn die Notfallapotheke aufgesucht?

    Im Notfall verordnet der Arzt oder Notaufnahme dem Patienten Medikamente, die immer bis zum Zeitpunkt der Konsultation des Hausarztes / Facharztes reichen. Es wird NIEMAND ohne eine entsprechende Medikation gelassen.

    Verschreibungsfreie Medikamente hat fast jeder im Hause und, wie oft zu hören ist von Apothekern, müssen sie im Notdienst wegen einer Zahnschmerztablette oder Magentröpfchen tätig werden, das muss nun wirklich nicht sein.

    Ich kenne Herrn Bubnick und seine Apotheke persönlich, da meine beiden Söhne in Schwerin ihren Lebensmittelpunkt mit Familien haben. Hier stimmt noch alles, Preis – Leistungsverhältnis, TOP – Beratung und wunderbarer Service.

    Leider ist das hier kaum zu finden. In ansässigen Apotheken steht bei hohem Preisniveau der Umsatz im Vordergrund. Eine Beratung über Faltenprodukte ist tiefgründiger als eine fragende Information zur Wechselwirkung von Medikamenten. Auch das muss mal gesagt werden.

    An dieser Stelle auch eine Kritik an die Kammer des Herrn Bubnick: Es sollten Kontrollen durchgeführt werden, setzen Sie Testkäufer ein um die Beratungsfunktion zu testen und dann zu verbessern. Es gibt Unmengen von Kosmetikprodukten in Apotheken, in manchen werden Pakete und Briefe angenommen, Ohrlöcher und Piercing gemacht, Venen – Check und und und.

    Der Kunde ist doch völlig verwirrt.

    Dann die Preise – ein Horror im Vergleich zu Online – Apotheken. Preisunterschiede weit über 10 € bei einem Produkt und dann wundert man sich, dass Apotheken schließen? Der Kunde entscheidet über seine Ausgaben, nicht der Apotheker.

    Zurückdenken an längst vergangene Zeiten, da gab es maximal 2 Apotheken in einer Stadt und Apotheker und Patient waren zufrieden, es stand die Gesundheit an 1.Stelle und nicht der Gewinn.

    Frohes neues Jahr und bleiben sie gesund.

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