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Waren: Ein Fischotter in der Stadt und sein trauriges Ende

Es ist eine traurige Geschichte, die wir hier heute schreiben und die sich gestern zugetragen hat: In der Helmut-von-Gerlach-Straße in Waren ist am frühen Abend in Höhe des Finanzamtes ein Fischotter angefahren worden. Das Auto hielt nicht an. Der Fischotter, der sich zuvor wohl schon eine ganze Zeit in dem Bereich aufgehalten hatte, blutete stark und schleppte sich ein Stückchen weiter, um sich an einer Mülltonne zu verstecken. Auf dem Weg dorthin kippte er mehrfach um. Eine junge Warenerin, die mit ihrer fünfjährigen Tochter unterwegs war, schaute nicht weg. Ihr erster Gedanke: Hilfe in der nahegelegenen Tierklinik zu suchen. Doch dort sagte man der jungen Mama ihren Angaben zufolge, dass man nicht für Wildtiere zuständig sei. Sie könne den Otter aber hinbringen und man erlöse ihn dann gegen eine Schutzgebühr. Doch wie bitte soll eine junge Mutter ein verletztes Tier transportieren? Man empfahl ihr zumindest noch, die Polizei zu rufen. Die Warener Beamten waren auch schnell zur Stelle. Sie informierten den Stadtförster und blieben so lange bei dem verletzten Tier, bis der Förster eintraf. Der Fischotter war leider nicht mehr zu retten.
Wie die Polizei auf Nachfrage von „Wir sind Müritzer“ erklärte, hat die junge Warenerin alles richtig gemacht. Und: Es war nicht der erste derartige Fall. Vor einigen Tagen wurde auf dem Schweriner Damm schon einmal ein Fischotter überfahren. Leser berichten zudem von vielen Sichtungen mitten in der Stadt.
Ein Wildtierexperte sagte gegenüber WsM, dass die Otter derzeit wahrscheinlich Schwierigkeiten haben, die offenen Stellen in den Gewässern zu finden und dann orientierungslos umher irren. Viel tun kann man nicht, wenn man ihnen begegnet, irgendwann würden sie wieder zurückfinden. Wichtig sei, dass Autofahrer in diesen Tagen eben auch auf diese besonderen Verkehrsteilnehmer achten.
Und bevor die Frage aufkommt, ob es sich um „Norbert“ vom Warener Hafen gehandelt hat – das kann wohl niemand sagen.

8 Gedanken zu „Waren: Ein Fischotter in der Stadt und sein trauriges Ende“

  1. Nein, sowas ist sehr ,sehr schade es sind so lustige aber leider auch wilde Tiere die jetzt viel auf Wanderschaft sind . Wahrscheinlich Nahrung und Paarung, hier in Waren habe ich das so auch noch nie gesehen das sie so unterwegs sind zwischen den Menschen . Ich selber stand 2.00 m weg am Hafen und er oder sie naschte fleißig seine Fische ohne gestresst zu wirken . Tierarzt sagt wir sind keine Praxis für wilde Tiere , häää was bitte is denn anders ? Hier geht es einfach nur darum zu helfen abbrechen kann man immer wenn die Verletzung zu doll ist . Aber gut da war nicht klar wer zahlt kennt man ja , kann mir auch vorstellen welche Praxis es war . Ehrlich,einfach nur schlecht wenn man nicht schaut als Tierarzt, dass ist wirklich kein Beinbruch. Ich hätte es versucht , einfach schade 🙁

  2. Oh, wie traurig.
    Schwere Erfahrung für das Kind. Es ist wirklich schwierig verletzten Tieren zu helfen.
    Hatten wir auch schon.
    Anregung:
    öffentlich machen, wer für was zuständig ist und Telefonnummern dazu.
    Tierarztkosten sind exorbitant.

    1. Eine gute Nachricht gibt es wohl doch noch der Otter ,der angefahren wurde und noch lebte ist wohl mit einer Beule am Kopf davon gekommen .😉 Er oder sie berappelte sich wieder und konnte dank des Wildhüters wohl wieder in die Natur entlassen werden . Na dann hoffen wir mal ,dass der Otter es gut verkraftet und noch viel spaß hat . 👍

  3. Das kleine Mädchen soll bitte nicht traurig sein. Über die Reaktion der Tierarztpraxis bin ich sehr enttäuscht 😞 Bei den hohen Gebühren kann man doch auch mal einem schwerverletzen Tier helfen . Aber nein ,es geht wie immer ums Geld 💰 Ich kann es nicht verstehen. Schlimm , dass solche Tierärzte einfach keine Moral mehr haben.

  4. Das verstehe wer will, weil der Otter keine Krankenkassen Karte hatte, wird er abgewiesen?!!
    Da waren die Menschen in Bremen, aber hilfsbereiter, sie haben dem Kormoran geholfen.

  5. Wäre der Fischotter ein Wolf gewesen, hätte man ihn sicherlich wegen artuntypischen Verhaltens ausdernatur „entnommen“. Nun der große Schreck: das friedliche Tier wird angefahren und liegen gelassen; eine beherzte Passantin will helfen und vom Tierarzt abgewiesen. Das ist so unglaublich! Jeder Arzt hat meines Wissens geschworen, Hilfe zu leisten, auch einem Tier.
    Hier wurde vor vielen Jahren eine Katze angefahren und schwer verletzt. Der Tierarzt war gleich 50 m weiter, hatte frei und kam nur, weil ich nicht locker ließ. Er packte die vor Schmerzen schreiende Katze trotz der Kinder, die in der Nähe standen und weinten, und legte sie lieblos in einen Karton. Die Details erspare ich Ihren Lesern, die Bilder habe ich nie vergessen – und nun dieses traurige Ende des Fischotters. schlimm, dass es solche (Tier-)ärzte gibt.
    Mein Dank geht an die um Hilfe bemühte Frau!

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