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Autofahrer von der Seenplatte überfährt Wolf

18. Januar 2023

Ein Autofahrer von der Mecklenburgischen Seenplatte hat einen Wolf überfahren. Wie die Polizei auf Nachfrage bestätigte, erfasste der Wagen des 38 Jahre alten Fahrers bei Dunkelheit am frühen Morgen das Raubtier, als er zur Autobahn 24 Berlin-Hamburg fuhr. Der Unfall ereignete sich kurz hinter der Landesgrenze auf einer Landstraße zwischen Meyenburg und Putlitz.

Der Wolf verendete bei dem Zusammenstoß. Der Kadaver wurde – wie sonst auch üblich – den zuständigen Behörden übergeben. Am Auto des Mannes entstand ein Sachschaden, den die Beamten auf rund 3000 Euro schätzten.

Es war bereits der dritte Unfall mit einem Wolf innerhalb von eineinhalb Monaten in der Grenzregion im Süden Mecklenburgs. Auf den Autobahnen 24, 19 und 14 kommt es häufiger zu Zusammenstößen von Fahrzeugen mit solchen Raubtieren, da in Mecklenburg mehrere Wolfsrudel und auch Wolfspaare leben.

Zuletzt stießen Autos in der Neujahrsnacht auf der A14 bei Schwerin und im Dezember auf der Autobahn 24 bei Wöbbelin zusammen. Es gibt einen regen Austausch mit den Raubtierbeständen in Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Experten zufolge leben in Deutschland bereits zwischen 1500 bis 2000 Wölfe. In Schweden, das oft als Musterland für den Umgang mit diesen Tieren angeführt wird, wird diese Zahl Fachleuten zufolge auf etwa 200 Wölfe begrenzt. So viele Wölfe dürften es inzwischen fast auch  – rechnet man acht bis zehn Tiere pro Rudel – allein in Mecklenburg-Vorpommern sein. Hier hatte das Ministerium zuletzt mit 18 Rudeln und weiteren Paaren und Einzelwölfen sowie Durchzüglern gerechnet.


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