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Bald noch weniger Zugverbindungen?

16. September 2014

InterWenn’s ganz schlimm kommt, wird die Müritz-Region nicht nur durch das geplante Aus der so genannten „Südbahn“ vom Schienenverkehr abgehängt, sondern muss mit weiteren Einschränkungen leben. Denn beim InterConnex spricht man derzeit von einer angespannten wirtschaftlichen Lage, verursacht durch die zunehmende Konkurrenz durch Fernbusse und ungleiche Bedingungen.

Der InterConnex verbindet Warnemünde mit Leipzig und hält dabei nicht nur in Berlin, sondern unter anderem auch in Waren.  Zwar ist nach Unternehmensauskunft derzeit nicht beabsichtigt, den Fernverkehrszug kurzfristig einzustellen, doch wolle man die angespannte wirtschaftliche Lage auch nicht verheimlichen.

„Grund dafür sind einerseits die stetig steigenden, an die Deutsche Bahn AG abzuführenden Gebühren für die Nutzung der Infrastruktur sowie die zunehmende Konkurrenz durch Fernbuslinien, die keine solche Infrastrukturgebühren bezahlen müssen. Für den Betrieb des InterConnex entstehen hohe Kosten für die Nutzung von Gleisen und Bahnhöfen, die in der Regel im Eigentum der DB sind. So kostet beispielsweise die Trassennutzung pro Fahrt und pro Richtung 1.300 € zzgl. Stationsgebühren. Auf den einzelnen Fahrgast herunter gebrochen, entstehen Kosten von ca. 11 € nur für die Nutzung der Infrastruktur“, heißt es in einer Erklärung.

Dem entgegen stünden die Fernbusse, die in Deutschland keinerlei Gebühren für die Nutzung der Straße entrichten müssten und damit ganz anders kalkulieren könnten. Der Schienenverkehr in Deutschland werde hier gezielt benachteiligt, was vor allem den Schienenfernverkehr auf Dauer ernsthaft in Frage stelle. Davon betroffen seien alle Unternehmen, die in Deutschland Fernverkehr auf der Schiene anbieten.

Veolia Verkehr stelle sich mit dem InterConnex nunmehr seit über einem Jahr diesen unfairen Bedingungen. Christian Schreyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Veolia Verkehr GmbH fordert deshalb: „Anstatt die Fernbusse zu subventionieren, sollte der Bund diese über eine Bus-Maut ebenso an den Infrastrukturkosten beteiligen, wie das auf der Schiene bereits heute über Trassengebühren der Fall ist. Nur dann ist Wettbewerbsgleichheit gegeben.“

Für den InterConnex stelle sich die Herausforderung, in diesem veränderten Marktumfeld und unter stetig steigenden Kosten für die Nutzung der DB-Infrastruktur zu bestehen. Aus diesem Grund überprüfe man aktuell alle Möglichkeiten, unter diesen veränderten Rahmenbedingungen die Wirtschaftlichkeit des InterConnex zu verbessern.

Foto: Jens Büttner/Archiv (dpa)


Eine Antwort zu “Bald noch weniger Zugverbindungen?”

  1. torsten zarnikow sagt:

    Also wenn mann von leipzig nach warnemünde zur zeit für 16 euro fahren kann. das macht nach diser rechnung 5 euro für das unternehmen da wundert es nicht das sie nicht schon eher insolvens angemeldet haben.

    da diser zug immer sehr voll ist kann ich mir nicht vor stellen das es am nutzungverhalten ligt. wer will schon ca. 400 km ein gefächt in einen bus sitzen wo mann sich kaum bewegen kann ?

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