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Beste Bedingungen für Regattasegler

1. September 2014

Segler1Der Warener Seglerverein (WSV) veranstaltete am Wochenende wieder seine traditionelle Wettfahrt um das „Blaue Band der Müritz“. Für historische Yachten wurde dieses Jahr zum zweiten Mal das „Blaue Band der Klassikyachten“ ausgesegelt.

Eine Woche vor Beginn der Regatta prognostizierte der WSV-Vorsitzende: „Wir erwarten ca. 80 Yachten am Start mit ca. 200 aktiven Seglern.“ – und Holger Grundmann hatte recht! Das größte Starterfeld waren wieder Kielboote und Jollenkreuzer. Allerdings hissten nur sechs Klassikyachten ihre Segel zum freundschaftlichen Kräftemessen auf dem Wasser.

Trotzdem blicken die Segler noch am Morgen eher sorgenvoll in den Himmel – kein Lüftchen bewegte sich und der „Teich“ zeigte sich spieglblank. Hier half nur, was auf allen Regatta-Bahnen weltweit hilft: Die traditionellen Gebete zum Wettergott Rasmus („Rasmus altes Rübenschwein, lass uns heute nicht allein“) hatten dann ihren Erfolg. Rasmus hatte ein Erbarmen, er ließ die Sonne scheinen und brachte auch eine „Tüte Wind“ mit.

Auch in diesem Jahr wurde die Startlinie auf der Binnenmüritz ausgelegt, so dass die Zuschauer von Land aus sich ein Bild vom Regattageschehen machen konnten. Wieder gab es das imposante Bild, als sich in der letzten Minute vor dem Start die Yachten um die besten Plätze an der (gedachten) Linie zwischen Startschiff und der auf Backbord (links) ausgelegten Tonne sammelten.

Traditionell wurde der Dreieckskurs gesegelt: Startlinie, Tonne Eldenburg, Dicker Baum und die Ansteuerungstonne Sietow auf der Westseite der Müritz, dann zurück zum Ostufer Fahrwassertonnen 42 bzw. 44, weiter in die Binnenmüritz hinein, ein ausgelegtes Fass runden und dann ins Ziel. Das „Blaue Band der Junioren“ wird in vier Wettfahrten über die Binnenmüritz ausgesegelt (1 Streicher bei 4 WF).

Bei gefühlten 20 Grad in der Luft, Böen bis 30km/h und nur einer einzigen Regenhusche wurde es wieder ein großer Spaß. Lediglich zwei Yachten werden die Wettfahrt in nichts ganz so angenehmer Erinnerung behalten: Die Crew der aufsetzenden und deshalb plötzlich und ruckartig stoppenden Biga 33 und die Männer der Skippi 650, die an Tonne  von einer Dehler 31 auf die Hörner genommen wurde.

Das Blaue Band 2014 – das ResümeeSegler3

Als Sieger des „Großen Blauen Band“ setzte sich die Mannschaft des 20er-Jollenkreuzers R 1393 durch. An der Pinne Frank Prehn, an den Vorschoten Peter Ecks und Jens Christen (alle WSV). Das „Kleine Blaue Band“ ersegelte Guido Ecks mit seiner Seggerling. In der Wertung Yardstick Sportboote siegte die Crew Westerkamp/Fischer/Fischer/Ecker vom Röbeler Segelverein.

Zum zweiten Mal wurde die Wertung „Blaues Band der Klassikyachten“ ausgesegeltausgesegelt: Diesmal gingen sechs liebevoll erhaltene und nach guter, alter Bootsbauerkunst aus Planken und Spanten geformte Jollenkreuzer ins Rennen – wie im vergangenen Jahre gewann die R 184 mit der Mannschaft Zimmermann, Schult, Neumann die Regatta. Bei den Kuttern gewann das „Blaue Band“ Thomas Mengede mit seiner Mannschaft von der Segelkameradschaft Waren.

Bei den Kinder und Jugendlichen waren 23 Boote am Start. Hier „räumten“ die WSVler der 420er und 470er-Klassen die erste drei Plätze ab: Lukas Hundt/Tobias Olbrich vor Carl Blasius/Ludwig Wille und Maximilian Graf/Bastian Größe. Die Wertung der Jüngsten ging dagegen ausschließlich nach Röbel: Das Feld der 13 gestarteten Optis führte zwei Mädchen an: Anne-Lene Westerkamp vor Emma Leja. Ole Bo Thiele machte den „Dreier“ dann komplett.

Text: Jo von Bahls
Fotos: Heike Ahrendt

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