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Bundestag lehnt Vorschlag zu Organspende ab

16. Januar 2020

Organspenden bleiben in Deutschland weiterhin nur mit ausdrücklicher Zustimmung erlaubt. Der Bundestag hat heute den Vorschlag, dieses Prinzip umzukehren, abgelehnt. Vorgeschlagen wurde, dass künftig jeder als Spender gelten sollte – außer man widerspricht. Der Gesetzentwurf fand aber keine Mehrheit. 379 Abgeordnete stimmten dagegen, 292 dafür, 3 enthielten sich.
In Deutschland warten derzeit rund 9000 Menschen auf ein Spenderorgan. Mit durchschnittlichen 11,5 Organspendern je eine Million Einwohner belegt Deutschland im Ländervergleich einen der hinteren Plätze.
Nach der Ablehnung des Vorschlagen von Gesundheitsminister Jens Spahn wird jetzt darüber diskutiert, ob die Deutschen künftig alle zehn Jahre beim Abholen ihres Ausweises gefragt werden, ob sie einen Organspendeausweis möchten. Dass es dadurch allerdings deutlich mehr Spender gibt, bezweifeln nicht nur Transplantationsmediziner.


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