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Bundesverdienstkreuz für Wetterbeobachterin von der Seenplatte

29. Januar 2020

Für ihre ehrenamtliche Tätigkeit als Wettbeobachterinnen hat Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus gestern in Schwerin Helga Völz aus Rehberg (LK Mecklenburgische Seenplatte) und Hedda Oldenburg aus Rüting-Diedrichshagen (LK Nordwestmecklenburg) im Namen des Bundespräsidenten mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

„Seit nunmehr 40 Jahren beobachten und dokumentieren die beiden Frauen mit viel Idealismus und Einsatz das Wettergeschehen in ihrer Region und übernehmen damit eine Aufgabe, die uns allen zugutekommt“, sagte Backhaus. Sie messen den Niederschlag, notieren die Wetterverhältnisse und melden die Daten an den Deutschen Wetterdienst. Dazu müssen sie täglich um 6.50 Uhr an den örtlichen Wetterstationen sein, wenn Sommerzeit gilt, um 7.50 Uhr. Das verlange Sachverstand, Gewissenhaftigkeit und absolute Verlässlichkeit.

„Gute Wettervorhersagen beruhen auf Modellen, in die ganz viele örtliche Wetterbeobachtungen einfließen. Je genauer das Wetter an vielen Orten beobachtet wird, desto genauer sind die Wettervorhersagen. Und darauf verlassen wir uns alle. Angefangen bei der Frage, ob man morgens einen Regenschirm mitnimmt, oder bei der Planung des Familienausflugs am Wochenende. Für die Bauern kann der richtige Erntezeitpunkt eine Existenzfrage sein. Deshalb sind die etwa 1.800 ehrenamtlichen Wetterbeobachterinnen und Wetterbeobachter unverzichtbar. Ihre Messungen sind außerdem wertvolles Datenmaterial für die wissenschaftliche Forschung“, so Backhaus.


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