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Charlotte und Lina sowie Ben und Finn als beliebteste Namen

18. Dezember 2019

Die beliebtesten Vornamen sind in Neubrandenburg in diesem Jahr bisher Charlotte und Lina sowie Ben und Finn. Das ist zumindest bei den bisher 1049 geborenen Kindern so. Damit wurden Emil und Greta – die 2018 noch ganz vorn lagen – abgelöst. “Wer will heute noch Greta heißen, ohne dass nicht sofort jemand an die junge Schwedin denkt”, sagte eine Neubrandenburgerin dazu.
Und auch Ungewöhnliches hatten die Eltern diesmal in petto: Bei Mädchen wurden Kinder Audacia, Fritzi oder Lilienne genannt, bei den “Männern” Junior oder Adegbola. “Früher mussten die Namen eindeutig das Geschlecht belegen, das ist nicht mehr so”, sagte der Leiter. Heute dürfe der Vorname nur “nicht das Kindeswohl gefährden.”

Doch so ganz eindeutige Ausreißer gibt es 2019 nicht: Die beliebtesten Vornamen bei Mädchen wurden jeweils 10mal, die bei den Jungen je neun Mal vergeben, wie der Neubrandenburger Standesamtschef Andreas Beck sagte.

Auf Platz drei folgen bei Mädchen diesmal Ella, bei den Jungen Karl. Insgesamt ist der Trend zu alten deutschen Namen immer stärker, wie der Chef des Standesamtes erläuterte. So kommen bei Jungen immer häufiger Wilhelm, Werner, Hans, Theodor und Alfons vor. Bei Mädchen kommen Johanna, Barbara, Erika, Ida und Mathilde immer mehr in Mode. Von den 1049 Jüngsten haben 737 Kinder nur einen Vornamen, 272 Kinder haben zwei, 24 Kinder drei Vornamen. “Vier Kinder haben mehr als drei Vornamen, der längste besteht aus sieben”, sagte Beck.

Auch eine Ablehnung gab es in diesem Jahr. So hatte ein Bürger mit ausländischen Wurzeln nach langer Lebenszeit in Deutschland die Chance auf einen neuen Namen, weil sein alter Name auf Deutsch “unaussprechbar” war, wie Beck sagte. Da der Name dieses Mannes übersetzt wohl “schwarzes Pferd” bedeutet hätte, wollte der Mann “Ross Antony” heißen – wie ein Sänger und Moderator aus der deutschen Schlagerszene. Das habe man aber abgelehnt: Namen von Prominenten sollten nicht neu vergeben werden.


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