
Bei Männern stieg die Fallzahl von rund 27.100 auf knapp 44.800 Erkrankungen, bei Frauen von gut 15.900 auf rund 30.000. „Clusterkopfschmerz war lange Zeit zu wenig bekannt und rückt nun stärker in den Fokus. Das ist richtig so. Schließlich beeinträchtigen die äußerst schmerzhaften Attacken die Betroffenen nicht nur in ihrer Nachtruhe, sondern schränken auch die Lebensqualität insgesamt stark ein. Eine passgenaue medizinische Hilfe ist daher dringend angezeigt“, sagt Prof. Dr. med. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer. Es brauche individuelle Behandlungskonzepte, die am besten mit Spezialisten in Kopfschmerzambulanzen entwickelt werden könnten. Beim Clusterkopfschmerz seien übliche Kopfschmerzmedikamente wenig wirksam, die Inhalation von Sauerstoff könne eine Attacke in einigen Fällen beenden.
Vor allem Personen mittleren Alters betroffen
Laut Analyse sind vor allem Menschen zwischen 40 und 69 Jahren von Clusterkopfschmerz betroffen. Zwischen den Jahren 2010 und 2023 stieg die Fallzahl in dieser Gruppe von knapp 26.700 auf rund 47.700 Diagnosen. „Clusterkopfschmerz ist fatal, weil er oft nachts beginnt, den Schlaf raubt und in mehrstündigen Attacken auftreten kann. Dies ist umso problematischer, wenn danach am Tag keine Möglichkeit zur Erholung besteht“, so Straub.
Wie aus den Erhebnungen weiter hervorgeht, gibt es klare regionale Unterschiede beim Auftreten von Clusterkopfschmerz. Am häufigsten wurde die Diagnose im Jahr 2023 in Bremen und Rheinland-Pfalz mit 14,4 und 12,5 Betroffenen je 10.000 Personen gestellt und am seltensten in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen mit 8,3 und 8,5 je 10.000 Personen.









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