
In dem seit 2010 bestehenden TraumaNetzwerk in Mecklenburg-Vorpommern arbeiten aktuell zehn TraumaZentren zusammen. „Wir gehörten zu der Zeit zu den ersten Kliniken, die als TraumaZentrum zertifiziert wurden“, sagte Dr. Torsten Franck, Chefarzt der Klinik für Chirurgie für den Bereich der Unfallchirurgie und Orthopädie und Leiter des TraumaZentrums. Hierzu war neben personellen Voraussetzungen unter anderem die Einrichtung eines hochmodernen Schockraumes für die Behandlung von Schwerverletzten sowie die Etablierung von strukturierten Handlungsabläufen erforderlich.
„Über einen speziellen Notfallruf wird unmittelbar nach Ankündigung eines Schwerverletzten über den Rettungsdienst das Traumateam am Kreiskrankenhaus alarmiert“, erläuterte der Unfallchirurg. „Dazu gehören Unfallchirurgen, Intensivmediziner, Radiologen und bei Bedarf auch Kinderärzte sowie die entsprechend geschulten Fachpflegekräfte, die das Unfallopfer dann im Schockraum erwarten.“
Das Demminer TraumaZentrum mit Hubschrauberlandeplatz ist rund um die Uhr für Notfälle aller Art im Einsatz. Dafür steht 24 Stunden ein Computertomograf (CT) in unmittelbarer Nähe zum Schockraum und tagsüber auch die Magnetresonanztomographie (MRT) zur Diagnostik zur Verfügung. „Im vergangenen Jahr haben wir zwölf schwerstverletzte Traumapatienten versorgt. Glücklicherweise hat die Fallzahl der Polytraumata, also Patienten mit lebensbedrohlichen Mehrfachverletzungen, insgesamt durch unfallsichere Fahrzeuge abgenommen“, so Dr. Torsten Franck. Für eine optimale Versorgung der Schwerverletzten steht das Kreiskrankenhaus Demmin mit den Kliniken des TraumaNetzwerkes in MV in Verbindung, insbesondere mit der Universitätsmedizin Greifswald, und nutzt dafür auch die Vorteile der Telemedizin.
Foto: Joachim Kloock







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