Gute Nachrichten für die Landwirte rings um den Müritz-Nationalpark: Um Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen zu vermeiden, sind im Schutzgebiet wieder die Jäger aktiv geworden. Am Montag wurden bei einer der letzten Drückjagden im Gebiet Federow/Schwarzenhof 20 Wildtiere erlegt, darunter ein Keiler und ein ähnlich starkes Wildschwein, aber in der Mehrzahl Rehe.
„Das ist durchaus normal zum Ende der Jagdsaison“, erklärte Jagdleiter Stefan Escher. Zu Beginn der Dückjagden werde meist mehr Wild erlegt. Erfahrene Waidmänner wissen zudem, dass sich viele Tiere am Ostufer der Müritz aufhalten, wo seit Jahren strikte Jagdruhe ist. Dort kommen die Tiere erst heraus und zögen in die Nachbarwälder, wenn Sumpfflächen zufrieren und sich die Hirsche ihre Läufe im Eis blutig schrammen können, weiß der Fachmann. Der Hunger treibe die Tiere dann in Richtung der Äcker.

Anders als sonst dürfen wegen der Vogelgrippe in diesem Winter auch Füchse, Waschbären und andere Raubtiere im Park geschossen werden, falls sie bei der Jagd auftauchen. Es soll untersucht werden, ob die Raubtiere die Vogelgrippe verbreiten können. Zum Beispiel, wenn sie einen infizierten Vogel gefressen haben und danach versuchen, an Hühner der Enten zu kommen. Die Untersuchungen laufen noch.
Ein Aspekt der ausgedehnten Jagdruhezonen im Nationalpark – 25 Prozent der Fläche werden gar nicht bejagt, und auf 30 Prozent nur von Oktober bis Januar – ist auch, dass Besucher im Schutzgebiet möglichst auch tagsüber Wild sehen können sollen.








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