
Nach einem Gottesdienst und während einer Fahnenweihe für das Landsturmbataillon aus Penzlin, das vorher mit vielen anderen Einheimischen in den Kampf gezogen war, verkündete der Gutsherr seinen Untertanen damals die Freiheit. Auch aus wirtschaftlichen Gründen. Es war ein symbolischer Tag, der 3. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig, der 18. Oktober 1816.

Die Bauern wurden nach 1648 dann von Rittern „gelegt“ und den Grundbesitzern vollkommen untertan gemacht – bis in Penzlin 1816 gehandelt wurde. Die Folge war aber auch: Mit ihrer Freiheit hatten die Menschen keinen Besitz und mussten sich entweder als Tagelöhner verdingen oder sie wanderten aus.
So kann man in einem Hauptbuch der Penzliner Schule seitenweise lesen: „Ausgewandert nach Amerika“. Erst 1820, also vier Jahre später akzeptierte der Großherzog in Schwerin die Aufhebung der Leibeigenschaft für ganz Mecklenburg mit ähnlichen Auswanderungswellen.
Zum Festakt wird heute unter anderem Bernd-Albrecht Freiherr von Maltzan, ein Nachkomme des mutigen Penzliner Freiherren von damals, erwartet. Die Familie unterstützt heute auch das Müritzeum in Waren bei seiner Arbeit.













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