
Den Kennern fiel es gleich auf: Irgendwas ist anders. Und damit waren nicht die Bühnen-Umbauten gemeint. Nein, die Schauspieler, darunter viele Kleindarsteller aus der Region, traten in Kostümen auf, die ihnen wie auf den Leib geschneidert schienen. Das waren sie auch, denn mit Rudi Scharff hat Nils Düwell einen gelernten Gewandmeister engagiert, der aus Omas Tischdecken und Vorhängen tolle Barock-Kostüme zaubert. Die sitzen nicht nur perfekt, die geben der Saga auch gleich ein vollkommen anderes, überaus wohltuendes Bild.
Das neue Stück spielt wieder im 30-jährigen Krieg und lässt das Publikum miträtseln, mitfiebern und mitleiden. Dabei begeistern die lustigen Episoden genauso wie die Kampfszenen.
Und so ganz nebenbei scheint sich auf der Freilichtbühne ein Kultsong zu entwickeln. Zwar ist „An der Müritz“ nicht das erste Mal auf dem Mühlenberg zu hören gewesen, inzwischen scheinen die Zuschauer aber regelrecht darauf zu warten und singen beschwingt und bereits ziemlich textsicher mit.
Bis Anfang September hebt sich der Vorhang auf der Freilichtbühne mittwochs bis sonntags, und zwar auch, wenn das Wetter nicht ganz so sommerlich ist.













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