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Erster Schultag im Nordosten nun doch streikfrei beim Nahverkehr

23. Februar 2020

Immerhin, diesmal sagt die Gewerkschaft schon zweieinhalb Stunden eher Bescheid, als zuletzt: Am Montag wird es keinen Warnstreik im Schülerbusverkehr an der Mecklenburgischen Seenplatte geben. Das hat ein Sprecher der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di jetzt WsM bestätigt. Damit können landesweit erstmal für einen Tag alle Eltern und Schulen aufatmen – und das neue Halbjahr geht nicht gleich mit Ausfall los.

Die Gewerkschaft reagierte damit auf viel Kritik, dass sie die Schüler und Eltern in Mecklenburg-Vorpommern seit Tagen im Unklaren gelassen hatte, wie es zu Schulbeginn weitergeht.Ob es in den nächsten Tagen wieder zu Streiks kommt, sethe aber noch nicht fest.

Die Gewerkschaft will ihrerseits nochmal mit den Arbeitgeber, sprich den Landkreisen und Städten sprechen, die ja Gesellschafter der Busunternehmen sind. Von dem Ergebnis sei abhängig, wie es weitergeht. Die Arbeitgeber haben nach eigenen Angaben 4,4 Prozent mehr Lohn angeboten, ver.di verlangt nach Berechnungen der Arbeitgeber zwischen 15 und 20 Prozent der Lohn. Bisher sind vier Verhandlungsrunden gescheitert.

Viele Eltern haben inzwischen wenig Verständnis dafür, dass sie und ihre Kinder die Last des Tarifstreits tragen und immer wieder neu sehen müssen, wie die Kinder zur Schule kommen oder wie die Kinder tagsüber betreut werden, wenn die Eltern arbeiten.


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