
Die Ermittlungen hätten nicht geklärt, ob die Angeklagten damals in den Auto saßen, in dem die Beute verladen wurde, sagte der Richter.
Die drei Täter, die gesehen worden waren, hatten Masken getragen. Außerdem wurde die Beute zwar kurz danach in einem Gartenhaus gefunden, das dem 30-Jährige zugeschrieben wird. Doch dort hätten auch andere Männer Zugang gehabt.
Die Staatsanwaltschaft hatte die beiden Angeklagten, die gemeinsam zwei Kinder im Alter von zwei Jahren und von fünf Monaten haben, für schuldig gehalten. Da der Mann wegen anderes Delikte bereits in Haft sitzt, sollte er eine Gesamtstrafe von mehr als vier Jahren Haft erhalten, seine Frau eine Bewährungsstrafe. Doch es kam anders.
Damals waren Waren im Wert von 500 Euro aus dem Discountmarkt gestohlen worden. Der Markt sollte nach Umbau am nächsten Tag wieder öffnen, das schien Kriminelle anzulocken. der Marktleiter wollte am Vorabend gerade Feierabend machen und nochmal zur Toilette, da hörte er verdächtige Geräusche und sah die maskierten Täter.
Die vom Personal dann überraschten Diebe flohen in filmreifer Manier Richtung Malchin auf der B104. Die beiden Angeklagten wurden aber Dank einer groß angelegten Fahndung mit Hubschrauber und Spürhund (WsM berichtete) gefasst. Sogar ein Warnschuss wurde abgegeben, Die Ware, darunter Windeln, Kosmetik und weiteres im Wert von 500 Euro, wurde in dem Gartenhaus gefunden.
Auch wenn die Lebenserfahrung dafür spricht, dass der 30-Jährige etwas damit zu tun haben könnte, die Beweise reichten dem Gericht nicht aus. Dem 30-Jährigen nutzt das aber nicht viel. Er sitzt wegen anderer Einbrüche und Straftaten sowieso noch in Haft und muss sich nächste Woche sogar mit seinem ehemals vorbestraften Bruder wegen eines Raubes in Neukalen wieder vor dem Gericht verantworten.







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