„Fusion“ Lärz soll in diesem Jahr auf jeden Fall stattfinden

24. Mai 2019

Das „Fusion-Festival“ in Lärz soll – ungeachtet der noch laufenden Abstimmungen zwischen den Ordnungsbehörden und den Veranstaltern – in diesem Jahr auf jeden Fall wieder stattfinden. Darauf haben die Veranstalter – der Verein Kulturkosmos und seine Mitstreiter – jetzt noch einmal hingewiesen. Nach Informationen von „Wir sind Müritzer“ hat das Amt Röbel/Müritz immer noch Bedenken, was die Sicherheitsstandards  im Konzept des Vereins betrifft. Wie es aus Verhandlungskreisen hieß, betreffe das die Ordnerzahl oder eine noch nicht ausreichende Sicherung im Katastrophenfall, wie bei Unwettern. Solche Kriterien werden seit dem Unglück bei der Love Parade in Duisburg mit 21 Toten und den letzten Prozessen gegen die kommunalen Verantwortlichen viel schärfer im Vorfeld beachtet.

Trotzdem sieht man beim Kulturkosmos noch gute Chancen für eine Einigung und will zudem auch keine Verunsicherung bei den Besuchern aufkommen lassen. Wie bereits bei der Pressekonferenz am 8. Mai in Berlin (WsM berichtete), sei man – sollte es doch zu einer amtlichen Untersagung kommen – auch auf eine rechtliche Auseinandersetzung vorbereitet, heißt es. Das klingt zwar kompliziert, aber ein Rechtsexperte hat WsM das erläutert.

Das (vorerst) letzte Wort in dem Abstimmungsprozess um Ordnung und Sicherheit auf dem Lärzer Festivalgelände, auf dem ab 26. Juni wieder rund 70 000 Besucher erwartet werden, wird das Amt in Röbel haben. Die Verwaltungsbehörde ist zuständig für Lärz und hatte sich zuletzt am Mittwoch mit dem verbesserten Sicherheitskonzept befasst (WsM berichtete). Wenn das Amt dieses Sicherheitskonzept mittragen kann – die Polizei soll keine Bedenken mehr haben – könnte es in der nächsten Woche „grünes Licht“ für das Spektakel geben.

Wenn die Bedenken aber doch noch überwiegen sollten, kann das Amt entweder weitere Auflagen erteilen, die dann erfüllt werden müssten. Oder, wie der Rechtsexperte erklärte, kann das Amt bei zu großen Sicherheitsbedenken auch eine „Untersagung“ der Veranstaltung aussprechen. Dagegen wären dann Rechtsmittel möglich. Auf solche „Untersagung“ hatte das Amt den Veranstalter ja schon im März hingewiesen und damit das neue Sicherheitskonzept der „Fusion-Macher“ angemahnt – nicht nur wegen der Polizei-Bedenken.

Gegen eine solche „Untersagung“ können die Veranstalter rechtlich beim zuständigen Verwaltungsgericht vorgehen. Wenn eine Klage „in der Hauptsache“ dort rein zeitlich nicht mehr entschieden werden kann, können die Veranstalter „vorläufigen Rechtsschutz“ verlangen und auf diesem Weg auch eine „aufschiebende Wirkung“ für die Untersagung erreichen. Somit sollte das „Fusion-Festival“ ab 26. Juni auf jeden Fall in Lärz „steigen.“

Allerdings wurde zuletzt von allen Seiten betont, dass eine Einigung möglich erscheine. Dafür hatte sich auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) ausgesprochen: Wenn alle Beteiligten es wollten, sollte eine Einigung für die „Fusion“ auch möglich sein.
Der Landtag beschäftigt sich heute ebenfalls mit der Fusion.


Eine Antwort zu “„Fusion“ Lärz soll in diesem Jahr auf jeden Fall stattfinden”

  1. Suse sagt:

    Fakt ist, wenn es im Vorfeld kein 👮 Bedenken gegeben hätte, hätte es keine Wellen geschlagen und die Fusion hätte ohne wenn und aber stattgefunden. Ich denke die Zeit der Menschenverarschung ist vorbei. Es gibt immer einen, der den Ball ins Rollen bringt.

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