
Vor ausverkauftem „Schloss“musizierten am Samstag und Sonntag der britische Stargeiger Daniel Hope und Pianist Sebastian Knauer, dass es eine wahre Freude war.
„Hope und Knauer gehören zu den Festspielen, wie die Ostsee zu Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Festspiel-Intendant Markus Fein (Foto rechts). Und die auf internationalen Bühnen bekannten Solisten setzten das um: Sie stellten vor jeweils 370 Gästen ihre Lieblingsmusikstücke vor. Das Thema hieß „Amerika“.
Doch wer jetzt ausschließlich Kinoerfolge erwartete, dessen Horizont konnte deutlich erweitert werden. „Wir wenden uns auch den Komponisten zu, die durch ihre Berührungen mit der damals ‚Neuen Welt‘ inspiriert wurden“, sagte Hope. Dazu zählen der Tscheche Antonin Dvorak, der 1892 per Schiff nach New York reiste, ebenso wie Maurice Ravel, George Gershwin als Sohn der russisch-jüdischen Immigranten Morris Gershovitz und Rose Gershovitz, die 1891 nach Amerika gingen, und sogar der deutsche Komponist Hanns Eisler (1898-1962).

In zwei Stunden „entführten“ Knauer und Hope, der schon mehrfach einen Echo-Klassik erhielt, das Publikum in alle Facetten ihrer Instrumente: Vom dahinschmelzenden Ton, über furiose Stücke bis zum emotionalen Höhepunkt vom Komponisten John Williams. Er, der auch für „Star Wars“ und „E.T.“ komponiert hat, schuf die weltbekannte Geigen- und Klaviermelodie aus „Schindlers Liste“.
„Wir wollen, dass das Festspieljahr richtig schön losgeht“, erklärte Intendant Markus Fein. Das gelang – gemessen am stürmischen Applaus – zweifelsohne. Beide werden 2016 mehrfach bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern zu erleben sein. Eines dieser Konzerte findet im Frühsommer in Dargun statt.
Details Programm 2016: http://www.festspiele-mv.de/konzerte/








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