Auf dem Friedhof in Waren kann man derzeit einen Blick in die Vergangenheit werfen. Bei Tiefbauarbeiten sind Gewölbe alter Grabkapellen sichtbar geworden. An diesen Stellen sollen später Urnengräber ermöglicht werden. Die Gewölbe stammen wohl von ehemaligen Trauerhäusern, wie der Leiter des Stadt-Museums Jürgen Kniesz annimmt. Diese Kapellen waren im 19. Jahrhundert entstanden, als sich betuchtere Familien so etwas für Särge und Urnen bauen ließen.
Ein Teil dieser Gebäude, wohl mangels Baustoffen in schlechtem Zustand, war noch in der DDR-Zeit abgerissen worden. Damit verschwand auch ein Stück Grabkultur.

Der Warener Friedhof mit seinem reichen Baumbestand und der idyllischen Lage am Tiefwarensee gilt aber nicht nur als Trauerstätte, sondern auch als Parklandschaft mit Erholungsfaktor. Er wurde ab 1868 vom damaligen Großherzoglichen Gartendirektor von Mecklenburg-Schwerin Theodor Klett (1808-1882) gestaltet. Der Fachmann war auch für die Schweriner Schlossgärten, die Marstallhalbinsel, den Alten Garten und den Alten Friedhof in Schwerin zuständig.
Damals um 1868 nahm die Stadt Waren dann auch von einem anderen Plan Abstand: Es war erwogen worden, auf dem Mühlenberg am anderen Ufer des Tiefwarensees einen neuen Friedhof anzulegen.
Der jetzigen Warener Friedhof ist auch eine Stätte von Kunst und historischen Denkmälern.
Weitere Informationen in der „Chronik des Friedhofes von Waren (Müritz)“: http://www.stadtmagazinverlag.de/seiten/Broschueren/Waren06.pdf








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