
Das wird spannend: Können die Freunde des Naturbades an der Feisneck zur diesjährigen Saison endlich wieder von einem Steg hüpfen? Die Stadtverwaltung sagt auf eine Anfrage von „Wir sind Müritzer“ ja, der zuständige Bauamtsleiter Thomas Mura scheint sich aber nicht so sicher. Ungewöhnlich: Bürgermeister Norbert Möller (SPD) hat nicht von sich aus mitgeteilt, dass die Ausschreibung inzwischen beendet ist, sondern erst auf Nachfrage des AfD-Stadtvertreters Tony Wachholz. Normalerweise hält sich Möller bei guten Nachrichten nicht so auffällig zurück.
Ende vergangenen Jahres mussten die Stadtvertreter ihr Okay geben, dass der Bau der beiden Stege – also der am Naturbad und die Aussichtsplattform gegenüber – mehr kosten werden.
Der Badesteg an der Feisneck musste bekanntlich mitten in der Saison vor fast drei Jahren gesperrt werden, sehr zum Leidwesen der vielen Besucher, für die das Naturbad ein ganz besonderes Flair hat. Die Stadt versprach schnell, Abhilfe zu schaffen, doch schnell heißt in Deutschland bekanntlich nicht innerhalb von wenigen Monaten. Zumal dann auch noch die Aussichtsplattform gegenüber schlapp gemacht hat.
Für den Feisnecksteg waren zunächst etwa 170 000 Euro eingeplant, im November kamen rund 63 000 Euro hinzu. Für die Plattform wollte Waren um die 126 000 Euro ausgeben, nun muss sie weitere 37 000 Euro berappen. Macht summa summarum gut 400 000 Euro und damit 100 000 Euro mehr als vorgesehen. Die Mehrkosten können nicht gefördert werden. Doch die Mitglieder des Hauptausschusses haben diese Ausgaben abgesegnet.
Die gestiegenen Kosten begründet die Verwaltung im Wesentlichen mit den höheren Materialpreisen und statischen Erfordernissen, zusätzlichen notwendigen Anbauten und der allgemeinen Preissteigerung im Baugewerbe.
Dennoch zeigte sich die Verwaltung optimistisch, dass der Steg im Sommer steht, die Baugenehmigungen würden vorliegen.
Nachdem nun also Tony Wachholz in der Stadtvertretersitzung in der vergangenen Woche nachgefragt hat, wie das Vergabeverfahren gelaufen sei, erklärte Bauamtsleiter Mura öffentlich, dass man es abgeschlossen habe, es aber zu „zeitlichen Veränderungen“ kommen werde. Aber was meint er damit? Das wollten wir aus der Verwaltung wissen: „Ursprünglich war geplant den Bau der Stege bis zum Jahresende 2025 fertigzustellen. Je nach Witterung werden beide Stege noch im Frühjahr, voraussichtlich bis Ende April 2026 hergestellt sein“, so Pressesprecherin Maxi Rühlmann aus WsM-Nachfrage. Doch – auf persönliche Nachfrage während des Jahresempfangs der Stadt zeigte – sich Amtsleiter Thomas Mura da gar nicht so optimistisch, wollte jedoch nicht zitiert werden.
Wie viele Bewerbungen es auf die Ausschreibung gab möchte die Stadt nicht mitteilen, den Zuschlag habe die Dachdeckerei Krumm aus Mirow erhalten.










