
Noch immer planen deutlich mehr Unternehmen, ihre Investitionen zu verringern, als sie zu erhöhen. Zu groß sind die Risiken, die die Geschäftstätigkeit der Unternehmen in Frage stellen. Die Unternehmen nennen hier an erster Stelle die Arbeitskosten, gefolgt von den Energie- und Rohstoffpreisen. Zu groß ist aber auch die Unsicherheit über die zukünftige Wirtschafts- und Finanzpolitik der neuen Bundesregierung.
Am Arbeitsmarkt zeigt sich eine gewisse Stabilisierung gegenüber der Vorumfrage. Noch immer erwarten zwar mehr Unternehmen einen Rückgang der Mitarbeiterzahl als einen Zuwachs, jedoch gehen inzwischen drei von vier Unternehmen davon aus, dass sie ihre Belegschaftsgröße halten können.
„Damit es nach den verschiedenen Krisen der letzten Jahre wieder aufwärts geht, muss die Wirtschaft sehen, dass sie tatsächlich entlastet wird“, kommentiert IHK-Hauptgeschäftsführer Torsten Haasch die neuen Ergebnisse. Die Politik muss daher
- zügig die Unsicherheit über die zukünftige Wirtschafts- und Finanzpolitik reduzieren
- die angekündigte Entlastung bei den Energiekosten zeitnah umsetzen
- die Lohnnebenkosten wieder unter 40 % des Arbeitgeberbruttos bringen und sich aus der Festsetzung des Mindestlohns heraushalten
- die angekündigte Entlastung der Unternehmen von bürokratischen Vorgaben umsetzen und insbesondere die Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen
Insgesamt wurden 818 Unternehmen aus den Branchen Industrie, Bau, Handel, Dienstleistungen, Verkehr und Gastgewerbe vom 4. bis 30. April 2025 befragt. Davon hatten 28 Prozent geantwortet.







Neueste Kommentare