Klinik Amsee mit neuem Chefarzt und Ärztlichem Direktor

2. Februar 2019

Es war keine einfache Suche, doch nach zwei Jahren ohne hat die Klinik Amsee mit Dr. Christoph Schäper seit gestern wieder einen Chefarzt und Ärztlichen Direktor. Der 49-Jährige ist nicht nur Pneumologe, also Lungenfacharzt, sondern auch Experte auf dem Gebiet der Palliativmedizin, der Infektiologie und Allergologie. „Alles, was wir brauchen, die etwas längere Suche hat sich gelohnt. Wir haben jemanden gefunden, der vom Fach ist und auch von der Mentalität her sehr gut in unserer Haus passt“, so Dorothea Konrad als Geschäftsführerin der Klinik.

Kopflos war die Klinik am Rande der Stadt Waren in den vergangenen Jahren aber nicht. Der leitende Oberarzt Jan Stövesand hat sozusagen die Stellung gehalten. Und das sehr gut, wie Dorothea Konrad sagt. „Herr Stövesand hat die Lücke mit seinem Team perfekt geschlossen und unsere Klink in den vergangenen zwei Jahren weiterentwickelt. Unter seiner Führung ist beispielsweise die Intensivstation von 8 auf 12 Betten erweitert worden, die Zahl der Patienten stieg um rund 700 auf jetzt über 3000 im Jahr“, erklärte die Geschäftsführerin.

Und auch der Chefarzt spricht von einem „gut organisierten Haus“, in dem er seinen Dienst am gestrigen Freitag begonnen hat. Beste Voraussetzungen also, um die Klinik mit ihren verschiedenen Abteilungen weiter voranzubringen.

So will Dr. Schäper, der auch in der Deutschen Krebshilfe engagiert ist, weiterhin ein großes Augenmerk auf die Thoraxonkologie legen, die Allergologie ausbauen und eben die wichtige Palliativmedizin.
Und da gibt es auch noch das so genannte Weaning-Zentrum, eine Abteilung, in der schwer kranke Menschen von der Beatmung „entwöhnt“ werden. „Dieser Teil macht inzwischen 50 Prozent unserer Leistungen aus“, sagte Dorothea Konrad, „deshalb wollen wir uns als Weaning-Zentrum zertifizieren lassen.“ Ein Gebiet, auf dem der neue Chefarzt in der Klinik Greifswald bereits sehr erfolgreich gearbeitet hat.

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt der Klinik Amsee ist das Schlaflabor, das zweitgrößte in Mecklenburg-Vorpommern. „Der Bedarf steigt ständig, denn es gibt nicht viele Einrichtungen, in denen die Patienten stationär behandelt werden“, so die Geschäftsführerin, die auch kein Geheimnis daraus macht, dass ein Grund für die immer häufiger werdende schlechte Schlafqualität das zunehmende Übergewicht der Menschen ist. Die Klinik Amsee verfügt in dem hochmodernen Schlaflabor über zehn Plätze und hat dort im vergangenen Jahr mehr als 1000 Patienten betreut.

Und auch wenn mit dem Dienstbeginn von Dr. Schäper ein wichtiges Personalproblem gelöst ist, gibt’s an anderer Stelle noch viel zu tun. Zwar hat Dorothea Konrad mit der Aufstockung der Azubi-Stellen schon vor Jahren vorgesorgt, mehr gut ausgebildetes Pflegepersonal könnte aber auch sie gebrauchen. Beispielsweise für die neue Überwachungseinheit auf der Allgemeinen Pneumologie, die zwar technisch bereits bestens ausgerüstet ist, aber personell noch schwächelt.

Foto oben: Bei der Staffelstab-Übergabe: Dr. Christoph Schäper (links) und sein leitender Oberarzt Jan Stövesand.


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