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Landwirtschaftliche Pachtpreise in MV im Bundes-Durchschnitt

27. Januar 2022

Pachtland ist nicht gleich Pachtland. Das zeigt ein deutschlandweiter Vergleich der Pachtpreise für landwirtschaftliche Flächen. Danach bestehen erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Mecklenburg-Vorpommern rangierte im Jahr 2020 dabei im Ranking der durchschnittlichen Pachtpreise für landwirtschaftlich genutzte Flächen ohne Stadtstaaten auf einem der mittleren Plätze. Ähnlich wie in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg bezahlten hier Landwirte zwischen 200 und 300 Euro für einen Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche.

In Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen lagen die Pachtpreise bei über 500 Euro je Hektar und waren damit bundesweit am höchsten, so das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern. Durchschnittlich die niedrigsten Pachtpreise für landwirtschaftlich genutzte Flächen bezahlten hingegen Landwirte im Saarland mit weniger als 100 Euro je Hektar. Auch in Brandenburg lag nach Ergebnissen der Landwirtschaftszählung 2020 der Preis je Hektar unter 180 Euro.

Pachtpreise hängen unter anderem von der Bodengüte ab: Fruchtbare Böden mit überdurchschnittlichem Ertragspotenzial sind teurer als Flächen mit sogenannten leichten Böden, die einen geringeren Ertrag erwarten lassen. Aber auch Art der Flächennutzung, Intensität der Produktion, Klima, Oberflächengestalt, Lage und Verhandlungsgeschick haben Einfluss auf den Pachtpreis.

Insgesamt sind in den vergangenen zehn Jahren die Pachtpreise in Deutschland, die 2020 durchschnittlich bei 375 Euro je Hektar lagen, stark angestiegen. Gegenüber der Landwirtschaftszählung 2010 um 62 Prozent bezogen auf die landwirtschaftlich genutzte Fläche insgesamt, um 64 Prozent bei Ackerland sowie um 53 Prozent bei Dauergrünland.


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