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LKA: Erneut weniger Falschgeld in MV im Umlauf

31. Juli 2018

2017 wurden in Mecklenburg-Vorpommern mit 888 Stück weniger gefälschte Euro-Banknoten registriert als im Jahr 2016 (973 Stück). Die Anzahl der Fälle ist ebenfalls gesunken – von 842 auf 755 Fälle. Insgesamt hatten die Falschgeldanhaltungen einen Nennwert von 39.390 Euro.
Seit dem Höchststand im Jahr 2015 sind somit mit jedem Jahr wieder weniger Falschnoten aus dem Verkehr gezogen worden. Dieser abnehmende Trend setzt sich auch im ersten Halbjahr 2018 fort.

Im ersten Halbjahr 2018 wurden gegenüber dem zweiten Halbjahr 2017 in Mecklenburg-Vorpommern 46%  weniger gefälschte Euro-Banknoten angehalten (268 Stück im ersten Halbjahr 2018, 495 Stück im zweiten Halbjahr 2017).

Am häufigsten werden weiterhin 50-Euro- (72%) und 20-Euro-Banknoten (15%) gefälscht. Seit der Einführung der neuen 20-Euro-Banknote im November 2015 nehmen die Fälschungen dieses Nennwertes aber auffallend ab (2015: 507 Stück; 2017: 134 Stück). Fälschungen der 50-Euro-Banknote werden dagegen trotz Einführung der neuen Serie im April 2017 immer häufiger in Umlauf gebracht (2016: 587 Stück; 2017: 638 Stück).

Vermehrt werden Falschnoten über das Inter- bzw. Darknet bezogen oder mit Hilfe dessen gefälscht. Erworben werden können neben Fälschungs-Equipment einzelne Elemente oder auch Pakete von Bilddateien.

Zwei-Euro-Münzen häufig gefälscht

Im Jahr 2017 wurden in Mecklenburg-Vorpommern rund 760 falsche Münzen im Zahlungsverkehr festgestellt. Dies entspricht einem wiederholten Rückgang um rund 30% im Vergleich zum Vorjahr. Es handelt sich größtenteils um 2-Euro-Münzen (81%). Die Schadenssumme verringerte sich um 29% auf rund 1.350 Euro. Dieser Trend setzt sich auch im laufenden Jahr fort: Im ersten Halbjahr 2018 wurden 254 gefälschte Münzen registriert (darunter 222 2-Euro-Münzen), im zweiten Halbjahr 2017 waren 506 gefälschte Münzen.

Auch wenn der Anteil der Fälschungen gemessen an der Anzahl echter im Umlauf befindlicher Euro-Banknoten und -Münzen weiterhin sehr gering ist, sollte Bargeld, insbesondere Banknoten, stets aufmerksam geprüft werden, denn für Falschgeld gibt es keinen Ersatz.

Die Echtheit von Euro-Banknoten lässt sich mit dem einfachen Test „Fühlen-Sehen-Kippen“ überprüfen. Im Zweifelsfall sollte eine verdächtig erscheinende Banknote mit einer zweiten, echten Banknote verglichen werden.

Kostenloses Informationsmaterial zur Einführung der zweiten Europa-Banknotenserie und zum Erkennen von Falschgeld ist bei der Deutschen Bundesbank unter der Internetadresse
http://www.bundesbank.de/falschgeld erhältlich.


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