Am Donnerstagnachmittag kam es zwischen Güstrow und Priemerburg zu einem tätlichen Angriff auf einen Bundespolizisten. Die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn meldete um 17.20 Uhr eine Person im Gleisbereich. Ein Beamter der Bundespolizeiinspektion Rostock befand sich im Regionalexpress von Güstrow nach Pasewalk. Der Lokführer brachte den Zug auf Höhe der Bundesstraße 103 zum Stehen. Gemeinsam mit dem Bundespolizisten begaben sie sich zu dem Mann.
Der 37-Jährige lag schlafend zwischen den Gleisen und reagierte beim Ansprechen plötzlich mit Tritten und Schlägen in Richtung des Beamten. Zwei Polizeianwärter der Landespolizei, die sich ebenfalls im Zug befanden, eilten sofort zur Unterstützung. Die Beamten wehrten den Angriff mit einfacher körperlicher Gewalt ab und fesselten die Person. Der Bundespolizist erlitt Schürfwunden und Prellungen. Der Angreifer, ein 37-jähriger Deutscher, stand deutlich unter Alkoholeinfluss. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab 2,45 Promille. In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft und dem Amtsgericht Rostock nahmen die Beamten den Mann in Gewahrsam. Während des Transports nach Rostock bespuckte er einen Beamten.
Die notwendige Streckensperrung zwischen 17.25 Uhr und 17.50 Uhr führte bei 18 Zügen zu Verspätungen von insgesamt 326 Minuten sowie zu zwei Teilausfällen.Die Bundespolizeiinspektion Rostock leitete ein Strafverfahren gegen den polizeibekannten Mann, aufgrund tätlichen Angriffs, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung ein.






