MV-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute im Landtag ihre Forderung nach einer stärkeren Regulierung der Social-Media-Plattformen, mehr Medienkompetenz und einem Social-Media-Verbot bis zu einem Alter von 14 Jahren und einem jugendgerechten Einstieg bekräftigt. „Der Staat hat eine Mitverantwortung für den Schutz unserer Kinder. Wir teilen diese Verantwortung mit Eltern, Lehrern und allen anderen, die mit Kindern zu tun haben. Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, Kinder vor Gewalt zu schützen und Kindern sichere Räume für ihre Entwicklung zu garantieren – ob in der Familie, im Verein, auf der Straße oder in den Medien“, sagte Schwesig zur Begründung.
Die Landesregierung habe daher am Dienstag die Einsetzung einer Kommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ beschlossen. „Mitglieder sind Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Schule, Psychologie, Medizin und Medienpädagogik, dazu Eltern, Jugendvertretungen und die betroffenen Ressorts der Landesregierung. Bis Sommer soll uns die Kommission ihre Empfehlungen zum besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen bei der Nutzung sozialer Medien vorlegen“, informierte die Ministerpräsidentin.
Kinder und Jugendliche seien in sozialen Medien Fehlinformationen, Hass und Hetze, Gewalt und Pornografie schutzlos ausgeliefert. „Ein Beispiel gibt die Studie der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen zu Cybergrooming. Etwa jedes vierte Kind hat schon sexualisierte Übergriffe von Erwachsenen im Internet erlebt“, berichtete die Ministerpräsidentin. „Und die Kinder fühlen sich damit allein gelassen.“
Zunächst einmal seien die Anbieter gefragt. „Plattformen sollten der Gesellschaft dienen und nicht umgekehrt. Das ist aber leider nicht die Wirklichkeit. Gerade die großen US-amerikanischen Plattformen weigern sich, für wirksame Alterskontrollen und jugendgerechte Angebote zu sorgen“, kritisierte Schwesig. Niemand könne erzählen, eine Kontrolle sei unmöglich. „Wenn die Plattformen in kürzester Zeit so viele Daten sammeln, dass sie mir gezielt Werbung unterjubeln, die genau meinen Suchanfragen im Internet entspricht, dann können sie auch mehr für den Schutz der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen tun.“
Solange dies nicht verlässlich geregelt sei, plädiert die Ministerpräsidentin für ein Social-Media-Verbot bis 14 Jahren. „Für die Jugendlichen von 14 bis 16 Jahren brauchen wir eine verpflichtende altersgerechte Ausgestaltung der Plattformen. Dazu gehören jugendgerechte Angebote und ein Verbot von Algorithmen, die übermäßige Nutzung fördern oder belohnen.“ Auf der Ministerpräsidenten-Konferenz Anfang März habe ein Antrag aus Mecklenburg-Vorpommern zum besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen in den sozialen Medien eine klare Mehrheit gefunden. Nun sei es Aufgabe der Bundesregierung, zu verbindlichen Regelungen zu kommen.







Ich bin immer wieder über die Ahnungslosigkeit und Naivität dieser blonden Dame verwundert. Zum einen postet sie fleißig Bilder ihrer eigenen Kinder und fordert auf der anderen Seite ein Socialmedia Verbot für Kinder. Wenn sich da ein gescheiter Anwalt findet, könnte das für sie nicht gut ausgehen. In der Selbstdarstellung war sie ohne Rücksicht auf Verluste schon immer gut.
Zum Thema: Wenn ich in eine 6. oder 7. Klasse gehe und zur Aufgabe stelle, dass die Schüler sich innerhalb von 15 Minuten trotz Altersperre eine Account anlegen sollen, bin ich mir sicher, dass es mehr als die Hälfte schafft, diese Aufgabe zu erledigen.
Also meine Kinder können nur Inhalte nutzen welche ICH freigegeben habe. Ich als Vater oder ihre Mutter, nicht irgendwelchen Politiker!
Ich finde es mehr als übergriffig von unserer Elite sich in so etwas einzumischen. Aber ist klar warum es so kommt.
Es ist bewundernswert wie weit unsere Kinder bevormundet werden sollen!
Wählen können sie jetzt im Alter von 16 Jahren!
Information sollen sie aber nur bekommen wo es unseren Politikern passt.
Das hatten wir alles schon mal vor mehr als 30 Jahren
Ich bin auch kein Freund großer Bevormundung, aber die Naivität, mit der hier Menschen glauben einen Einfluss auf das von Ihren Kindern Konsumierte zu haben, ist schon bestürzend.
Wissen Sie wie diese Algorithmen funktionieren?
Sehen wir uns diesbezüglich einfach nur eine von zig Plattformen an: TikTok.
Ihnen wird nie im Leben das vorgespielt, was Ihre Kinder sehen. Es ist erschreckend, was für Inhalte hier als jugendtauglich verbreitet werden und das in einer Fülle und Schlagzahl, die Sie kaum vorstellen können. Es gibt keinen Jugendschutz, da sich vieles nicht an unserer Definition dafür bemessen lassen muss. Die Server stehen schließlich nicht in der EU. Und mit im Raum sitzen sehr viele Erwachsene, die alles andere als „das Beste“ wollen.
Kann ein 11Jähriger das tatsächlich einschätzen? Sind Sie 24h bei Ihrem Kind und wissen was es konsumiert – auch über Endgeräte von Freunden?
Ich würde die meisten Plattformen nicht nur für Kinder sperren, denn mit Informationsquellen und seichter Unterhaltung hat das alles schon lange nichts mehr zu tun und die Menge an Fehlinformationen (Meinungen sind keine Fakten) ist schier beängstigend.
Wie wir regelmäßig feststellen müssen, können auch viele Erwachsene nicht damit umgehen.
Am Ende profitieren zwei Personengruppen von der aktuellen Narrenfreiheit:
Die Inhaber dieser Plattformen und die Subjekte, welche bis vor kurzem das Darknet zum Ausleben der eigenen Vorlieben genutzt haben.
Sie belächeln ältere, die Opfer von Anlagebetrug und „Enkeltrick“ werden und sind doch alle schon mehrfach Creatorn, welche ihre Identität und ihre Inhalte frei erfinden, auf den Leim gegangen und bei über 90% haben Sie es mit Sicherheit bis heute nicht gemerkt.
Und das halten Sie dann für einen SafeSpace für Ihren Nachwuchs?
Also wäre ich ein Mädchen und müsste wählen zwischen „Schutz“ im Netz und „Schutz“ auf der Strasse, im Freibad, im Verein, im Jugendclub, an Karneval usw, dann wüsste ich ganz genau wo der Staat seine Hausaufgaben machen sollte!! Hier gibt es doch ganz andere Baustellen die viel wichtiger sind! Sicher im Netz ist schön und gut, ein son Vorfall „in echt“ und ich mag mir garnicht vorstellen wie das weitere Leben so einer jungen Frau ausschaut!
Und warum muss es ein Oder geben? Warum kein Und?
Im Netz ist es nur so viel leichter sein wahres Ich zu zeigen.
Die angebliche Anonymität lässt viele gut geschulte Masken schnell fallen und sonst so massive Fassaden bröckeln.
Täter bleiben Täter – egal wo.
Ich bin nicht gegen Schutz im Netz, aber die Priorität ist mal wieder typisch deutsch. Hartes offenes Vorgehen könnte ja manchen Menschen und Wunschbürgern auf die Füße fallen und da erwarte ich als Dad einfach Leistung und Bereitschaft dies zu leisten. Ein Verbot von Kommunikationsplattformen für Jugendliche ist doch keine Lösung für den Zustand hier im Land! Wir brauchen kein Pflaster, sondern gleich ein Gips um das hier wieder auf die Reihe zu bekommen….