Da ist eine Toilette in der Nähe wichtig: Die Verbraucherzentrale Hamburg warnt vor Süßigkeiten, die statt Zucker sogenannte Zuckertauschstoffe enthalten. Diese können auch schon in kleinen Mengen Durchfall auslösen. Im Rahmen eines Marktchecks hat die Verbraucherzentrale 16 Riegel, Gummibärchen und weitere mit Zuckertauschstoffen gesüßte Produkte untersucht. Alle Produkte liegen mit ihrem Gehalt an Zuckertauschstoffen über der Schwelle von zehn Prozent, ab der laut Lebensmittelinformationsverordnung der Warnhinweis „kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken“ auf der Packung anzugeben ist.
„Auf einigen Verpackungen ist der Warnhinweis jedoch kaum zu entdecken“, so Jana Fischer von der Verbraucherzentrale. „Wirklich hilfreich ist er bei den Lebensmitteln unserer Stichprobe sowieso nicht. Es dürften schon geringe Verzehrmengen genügen, um bei empfindlichen Personen Durchfälle auszulösen. Das kann schon ab 10 Gramm Maltit bzw. Sorbit pro Portion der Fall sein.“ Zu den Zuckertauschstoffen zählen unter anderem Zuckeralkohole – auch mehrwertige Alkohole oder Polyole genannt – wie Maltit oder Sorbit.
Kritische Werte schnell erreicht

Eine detaillierte Kennzeichnung auf der Schauseite, wie viele Fruchtgummis man höchstens essen sollte, um keine abführende Wirkung zu riskieren, weisen die Packungen zweier Fruchtgummi-Marken (Original Garten Bären Leichte Bären und Beauty Sweeties) auf: Die Grenze liegt bei jeweils fünf Stück.

Die Riegel der Stichprobe kosten rund 50 Euro pro Kilogramm, zuckerfreie Gummibärchen sind teilweise doppelt so teuer wie die zuckerhaltigen Varianten. „Wer Zucker reduzieren möchte, kann dies Schritt für Schritt mit ganz herkömmlichen Lebensmitteln tun, da sich der Geschmackssinn schon innerhalb weniger Wochen trainieren lässt“, ergänzt Fischer.
Hinweis zum Marktcheck: Die Verbraucherzentrale Hamburg hat 16 Riegel, Gummibärchen und weitere mit Zuckeralkoholen gesüßte Produkte in einer Stichprobe anhand der Angaben auf der Verpackung auf ihren Gehalt an Zuckertauschstoffen untersucht. Eine Auswertung ihres Marktchecks hat die Verbraucherzentrale auf www.vzhh.de zusammengestellt.
Fotos: Verbraucherzentrale










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