
Auch wenn nach wie vor von einer hohen Dunkelziffer auszugehen ist, kam es in den letzten Jahren immer häufiger zur Diagnose Endometriose: In Mecklenburg-Vorpommern ist die Zahl der Betroffenen zwischen 2012 und 2022 von rund 5.400 auf mehr als 9.000 um 67 Prozent angestiegen.
Dieser Trend könne für Barmer-Landeschef Kutzbach auch damit zusammenhängen, dass Betroffene offener mit der Erkrankung umgehen, mehr Informationen zum Krankheitsbild zur Verfügung stehen und die Behandlungsmöglichkeiten vielfältiger werden. „Lange Zeit gab es nur sehr belastende Behandlungsmethoden wie Hormontherapie oder die Entfernung der Gebärmutter. Nun übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen mit der Goldnetztherapie eine neue, schonendere Therapiemöglichkeit für Frauen mit starken Regelblutungen und Schmerzen“, so Kutzbach.
Die Goldnetztherapie könne Schmerzen und Blutungen verhindern und erfordere keinen Klinikaufenthalt mehr. „Eine wichtige Voraussetzung ist jedoch, dass Frauen, die sich für diese Therapie entscheiden, keinen Kinderwunsch mehr haben.“ Zudem könne sie nur bei Endometrioseherden in der Gebärmutter angewandt werden. Eine umfassende gynäkologische Beratung vorab sei deshalb unverzichtbar.
Unterstützung im Umgang mit der Erkrankung Endometriose bietet für Patientinnen auch die digitale Gesundheitsanwendung Endo-App. Die Barmer übernimmt hierfür die Kosten. Versicherte, die sich zu den Therapiemöglichkeiten bei Endometriose informieren möchten, können sich an eine gynäkologische Praxis wenden oder sich über den Barmer-Teledoktor unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 3333 500 medizinisch beraten lassen.







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