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Mehr Deutsch, Mathematik, Englisch und politische Bildung in MV

Mecklenburg-Vorpommern will die Kernkompetenzen der Schüler stärken und setzt zusätzlich einen Schwerpunkt bei der politischen Bildung. „Die Demokratieerziehung ist wichtig für das Erkennen und Bewahren von Werten und Regeln des Zusammenlebens sowie für das Verständnis der in der Verfassung verankerten Grundrechte“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Mit der neuen Stundentafel beginnt der Geschichtsunterricht bereits in Klasse 5. Das Fach Politische Bildung/Sozialkunde wird in Klasse 7 statt bisher in Klasse 8 erteilt. In der gymnasialen Oberstufe werden ab dem kommenden Schuljahr aus dem Fach Geschichte/Politische Bildung zwei eigenständige Fächer: Geschichte und Politische Bildung/Sozialkunde. Das Fach Politische Bildung/Sozialkunde ist erstmals verpflichtend durch die Schüler zu belegen.“

Seit dem Schuljahr 2025/26 gibt es von der Grundschule bis zur gymnasialen Oberstufe bis zu 14 Stunden mehr Unterricht in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Oldenburg: „Es ist wichtig, vorhandene Wissenslücken der Schülerinnen und Schüler, insbesondere im Bereich der Lesekompetenz, zu schließen. Denn die Lesekompetenz ist die Voraussetzung für erfolgreiches Lernen in allen Fächern. Deshalb legen wir besonderen Wert auf die kontinuierliche Förderung und Entwicklung der Lesekompetenz der Kinder und Jugendlichen.“

Förderung der Kernkompetenzen:

Im Schuljahr 2024/25 hat das Land das Leseband für die Jahrgangsstufen 1 bis 4 eingeführt. Den Kindern stehen jeden Tag 20 Minuten zur Verfügung, in denen sie das Lesen intensiv üben können. Die Lesezeit ist fester Bestandteil des Unterrichts. Alle Grundschulen haben dafür im Vorfeld ein Starter-Bücherpaket und die neue Handreichung für die Arbeit mit dem Leseband erhalten.
Die Zahl der Werke, die im Unterricht gelesen werden, wurde verdoppelt. In den Klassen 1 und 2 stehen insgesamt zwei Werke und in den Klassen 3 und 4 jeweils ein Werk pro Schuljahr auf dem Programm. Bei jüngeren Schülern handelt es sich um längere zusammenhängende Texte. Von der 5. bis zur 10. Jahrgangsstufe befassen sich die Schülerinnen und Schüler pro Schuljahr mit zwei literarischen Werken im Fach Deutsch.

In den Jahrgangsstufen 3 und 4 stehen eine weitere Deutsch- und Mathematikstunde auf dem Stundenplan.
An Regionalen Schulen, Gymnasien und Gesamtschulen wird in den Klassen 7 bis 10 mehr Unterricht in Deutsch, Mathematik und Englisch erteilt – auf vier Jahre sind es bis zu elf zusätzliche Wochenstunden. In diesen Fächern können Schulen je eine Stunde für die fachbezogene individuelle Förderung und Differenzierung oder für die Gestaltung individueller Lernzeiten nutzen.

Stärkung der politischen Bildung

Das Fach Geschichte wird in der Orientierungsstufe ab Klasse 5 erteilt, bislang begann der Unterricht erst ab Klasse 6.
Das Fach Sozialkunde wird zum Fach Politische Bildung/Sozialkunde und beginnt ebenfalls ab Jahrgangsstufe 7.
Das Drei-Säulen-Modell für Demokratiebildung an Schulen strukturiert die Demokratiebildung an Schulen und schafft Handlungssicherheit für die Lehrkräfte.
Weitere Neuerungen in den Stundentafeln, die seit dem Schuljahr 2025/26 verbindlich gelten:

Das Fach Arbeit/Wirtschaft/Technik (AWT) wird um die Bezeichnung Berufliche Orientierung ergänzt und in der Orientierungsstufe (Klasse 5 und 6) jeweils eine Stunde pro Woche unterrichtet.
Das Fach Informatik und Medienbildung wird eigenständig ausgewiesen und ab Klasse 5 durchgängig unterrichtet.
Der Chemieunterricht beginnt wieder in der Jahrgangsstufe 7.
Mit den flexiblen Stunden können Schulen die Schüler in Schwerpunkten, wie zum Beispiel Musik oder Sport, besser individuell fördern. An Gymnasien ist eine zusätzliche Stunde Berufliche Orientierung in der Jahrgangsstufe 10 verpflichtend.
Die Spezialgymnasien erhalten dieselbe Stundenausstattung wie bisher. Darüber hinaus erfolgt weiterhin eine zusätzliche Stundenzuweisung für die Profilbildung.

Hintergrund: Das Drei-Säulen-Modell für Demokratiebildung an Schulen ist ein ganzheitliches Konzept, das folgende Bereiche umfasst:

Politische Bildung als Unterrichtsfach

Hierbei werden die Fächer Politische Bildung/Sozialkunde (ab Jahrgangsstufe 7) sowie Gesellschaftswissenschaften (Jahrgangsstufen 5/6) gestärkt. Ziel ist die Vermittlung fachspezifischer Kompetenzen wie Perspektivenübernahme, Konfliktfähigkeit und politische Urteilsfähigkeit.  

Politische Bildung als fächerübergreifendes Unterrichtsprinzip

Alle Fachlehrkräfte werden dazu ermutigt, gesellschaftliche Problemorientierung und Kontroversität in ihren Unterricht zu integrieren. Beispiele sind Literaturanalysen mit politischen Bezügen oder Diskussionen zu Umweltfragen. Ziel ist es, ganzheitliches politisches Lernen in allen Fächern zu fördern.  

Demokratische Schul- und Unterrichtskultur

Schulen sollen als lebendige Orte der Demokratie erlebt werden. Schülerinnen und Schüler erfahren Mitbestimmung, Toleranz und gegenseitigen Respekt. Praktische Beispiele sind der Klassenrat zur Förderung der demokratischen Teilhabe, sowie transparente Entscheidungsprozesse und Schülerzeitungen. Lehrkräfte übernehmen hierbei eine Vorbildfunktion und gestalten eine demokratische Schulatmosphäre.  

9 Gedanken zu „Mehr Deutsch, Mathematik, Englisch und politische Bildung in MV“

  1. „Räte“ sind üblicherweise typisch für sozialistisch/kommunistischen Systeme.
    Das ist wiederum tatsächlich verfassungswidrig.
    Räte werden i.d.R. aus bestimmten Gruppen „repräsentativ“ berufen. Beispielsweise per Los.
    Im Müritzanzeiger wird z.B. in Röbel beschrieben, wie ein „Bürgerrat“ geschaffen werden soll. Dabei wird von vorneherein vorbestimmt, dass denjenigen, die sich bisher noch nicht in den üblichen Strukturen engagieren, vorrangig ein Platz im „Rat“ gewährt werden soll, trifft sie das Los.
    (werden die im Lostppf eigentlich gefragt, ob sie da drin sein wollen?)
    Bei einer Wahl, an der ALLE eine Stimme haben, die sie den jeweiligen Kandidaten geben können oder nicht, ist Kandidatur und Wahl FREI.
    Das Ratsgedöns ist klassisches Vorgehen, wie aus den Handlungsempfehlungen zur Errichtung einer Räterepublik.
    Rat heisst russisch SOVJET.
    Räterepublik ist ganz sicher nicht die verfassungsrechtlich definierte freuheitlich demokratische Grundordnung.

    „Berufung“ ist etwas anders, als sich freiwillig zu einer OFFENEN Wahl zu stellen.
    Auch wenn betont wird, man wolle zu gewählten Kommunalvertretungen keine Paralellstrukturen aufbauen, ist es genau das. „Berufene“ empfehlen GEWÄHLTEN. Gewählte finden das mehrheitlich auch gut… Wie wäre 3s denn statt dessen, auf BÜRGER die wählen, in ehrlichen Formatrn zuzugehen?
    Die Bürgersprechstunden sind dafür nicht ganz schlecht.
    Allerdings gehört dazu Ehrlichkeit, Transparenz und echtes Interesse, an den. Anliegen der Menschen.

    Die Kiddos werden mit diesem Programm für ein System vorbereitet, dass mit dem Demokratieverständnis des Grundgesetzes nix mehr zu tun hat. Unsere Söhne und Töchter lernen so ein völlig anderes System. Frei ist da nix mehr. Es soll frei aussehen. Ist es aber nicht.
    Meine Meinung

  2. Das Unterrichtsfach Politische Bildung ist nicht parteipolitisch. Da es dazu Schulbücher gibt, sollte das eigentlich klar sein. Es geht darum, die Funktionsweise der Demokratie zu erklären und zu erlernen und die Vor- und Nachteile dieser gegenüber anderen Staatsformen herauszuarbeiten. Das ist nötig, weil kompliziert und weil auf anderen Wegen im Meinungsterror derer, die die Deokratie unerhöhlen wollen, schwer realisierbar. Man braucht sich nur die sozialen Medien inkl. dieser Kommentarspalte anzusehen. Kann es sein, dass Bildung über politische Strukturen manchen Kommentaristies ein Dorn im Auge sind? Räterepubliken sind schlimm. Wobei ich mir die Frage stelle, was das mit dem Beitrag zu tun hat. Genauso alleinhersschende Diktatoren. Beides beginnt immer mit Populismus, Nährung der Unzufriedenheit, vermeintlich einfachen Lösungsansatz, Massenverführung dazu, dass nur einem selbt hilft, wenn man in großer Gruppe negativ handelt, Anderen schadet, die an allem schuldige Gruppe auslöscht. Weiter geht es mit einem Wahlsieg, einer immer extremeren Politik und führt immer in die Katastrophe, auch für die, die eisern im Kugelhagel die Fahne hielten. Dagegen kann politische Bildung ein Baustein sein. Möge sie demoktratisch überwacht werden, damit sie nicht zur Propaganda wird. Wer jedoch dafür klare Anzeichen hat, möge meckern, auf allen Kanälen und das zurecht.

  3. Die negativen Kommentare kann ich nur so verstehen, dass den Verfasserinnen und Verfassern der Begriff „politische Bildung“ fremd ist. Jedenfalls gerät hier einiges völlig durcheinander oder wird per Abwehrreflex („..richtig Rotlicht..“) niedergemacht. Auch die Ausführungen zu „Räten“ sind hier daneben – der Rätebegriff in totalitären Systemen hat mit Studien-, Betriebs-, Bürger- usw.-räten nichts zu tun. Hier handelt es sich entweder um Ränge im Öffentlichen Dienst, oder geählte Gremien, in denen „beraten“ wird.
    Politische Bildung ist keine Kaderschmiede, kein Heranzüchten von Jasagern, sondern der Versuch, jungen Menschen Hilfestellung bei der Entwicklung von Selbstbewusstsein und Selbstkritik, Erkenntnis und Eigeninitiative in gesellschaftspolitischen Zusammenhängen und Konfliklösungen in einem demokratischen System zu geben. Dazu gehört natürlich auch, Interessengegensätze zu erkennen – und Populismus zu durchschauen.
    Ist das vielleicht bei einigen der Grund, politische Bildung zu bekämpfen?

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