
Doch mit der Unfallaufnahme war der Fall längst nicht erledigt:
Im Nissan des 40-jährigen Bulgaren saßen weitere Mitfahrer. Einer von ihnen, ein 53-jähriger Bulgare, wurde beim Unfall schwer verletzt und kam ins Klinikum. Der VW des 50-jährigen deutschen Autofahrers musste abgeschleppt werden. Das Auto der bulgarischen Besatzung war ebenfalls so sehr beschädigt, so dass es abgeschleppt werden sollte. Der Fahrzeugführer entschied sich, das Auto in Eigenregie abschleppen zu lassen. Die Unfallaufnahme inklusive einer halbseitigen Straßensperrung war eigentlich nach etwa 90 Minuten vor Ort beendet.
Nach Einsatzende stellte die Polizei fest, dass der Mann „Abschleppen in Eigenregie“ anscheinend anders interpretiert: Er hat das nahezu schrottreife Auto gar nicht abschleppen lassen, sondern fuhr selbst wieder mit dem Nissan und zwar in Richtung polnische Grenze.
Wie das auffiel? Auf der Autobahn 11 stellten Beamte der Bundespolizeiinspektion Pasewalk gegen 11:30 Uhr bei der Ausreisekontrolle einen Pkw fest, der nicht mehr so richtig verkehrstauglich aussah. Nach ersten Recherchen wurde dann klar, dass es sich um den Fahrer im Unfallauto handelt, das am Morgen professionell abgeschleppt werden sollte, da es nicht mehr zum Fahren taugt. Dem Autofahrer wurde die Weiterfahrt nun untersagt, die Autoschlüssel wurden sichergestellt. Er musste sich eine Alternative zur Weiterreise suchen.







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