Mehrere Bewohner von Groß Flotow sind heute Nacht etwas um den Schlaf gebracht worden. Kurz vor 2 Uhr gab es mehrere Anrufe im Warener Polizeirevier wegen Ruhestörung. Draußen – rund um die Dorfkirche – war ein Schwan unterwegs, der laut schrie und wild hin und her lief. Sogar ein Flugversuch soll so sehr gescheitert sein, dass er in einen Baum abstürzte. Die Einsatzlage im Revier ließ es zu, dass zwei Beamte im Streifenwagen direkt in das Dorf bei Penzlin fahren konnten. Ziel: Ruhe herstellen und dem Schwan helfen. Denn aufgrund des Nebels konnte der Schwan sehr wahrscheinlich nicht mehr gut sehen und war deswegen außer sich und panisch.
Ein persönliches Annähern zu Fuß unterließen die Beamten lieber, da der Schwan – vermutlich aus Angst – aggressiv wirkte. Jedoch schien er sich schon durch das Scheinwerferlicht des Streifenwagens etwas zu beruhigen.
Seine Stimmung erhellte sich zunehmend. Er watschelte auf den Polizeiwagen zu und checkte einmal mit langem Hals alles durch die Windschutzscheibe ab. Er schien sich in Gegenwart des Streifenwagens sicher zu fühlen und ließ sich dann unter fahrender Polizeibegleitung bis zu einem Feld „abführen“, wo er sich beruhigt niederließ.
Sowohl das Dorf als auch der Schwan hatten dann ihre verdiente Nachtruhe. Und die Beamten der Nachtschicht wiederum konnten nach der tierischen Begegnung zum nächsten Einsatz aufbrechen.
Foto: Polizei










