Die Wasserschutzpolizei warnt Bootsbesitzer angesichts aktueller Fälle in Alt Schwerin, Zislow, Malchow und Plau am See nochmals eindringlich zu mehr Vorsorge bei der Sicherung von Bootsmotoren. Der Grund: Die Zahl der Diebstähle wächst wieder stark an. Im Jahr 2016 wurden inzwischen knapp 200 Bootsmotoren in Mecklenburg-Vorpommern entwendet, davon nur sieben „Innenborder“, wie WsM von der Wasserschutzpolizei erfuhr.

Fachleute vermuten, dass die Beute nach Osteuropa geschafft oder im Internet weiterverkauft wird. Am Naturcampingplatz in Alt Schwerin am Plauer See waren zuletzt fünf Außenbordmotoren von drei Sportbooten und zwei Flößen betroffen. Sie wurden schnell abgebaut und mitgenommen. Die Motoren haben Leistungen zwischen 15 und 40 PS. In Zislow am Plauer See wurde ein Bootsmotor gestohlen, der aber auch gleich 9000 Euro wert war.
Wenige Tage zuvor waren Diebe in eine umzäunte Steganlage in Plau am See eingebrochen. Dort wurden zwölf Boote in dem kleinen Hafen abseits eines Campingplatzes zum Teil geplündert. Darunter waren auf einen Schlag gleich sieben Motoren. Der Schaden wurde auf mehrere zehntausend Euro geschätzt. Zwei Tore der Anlage seien aufgebrochen worden und die Spuren verrieten, dass es mindestens ein Fahrzeug zum Abtransport der Beute gegeben habe.
„Die Bootsbesitzer müssten öfter zu ihren Wasserfahrzeugen schauen“, heißt es bei der Wasserschutzpolizei. Immer wieder höre man, da seien die Besitzer zuletzt vor drei Wochen gewesen. Bewegung helfe immer. Möglich sei, dass sich die Diebe jetzt andere Gewässer vornehmen – das sage die Erfahrung.







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