Rund 100 Tage nach dem Einzug in den Neubau blickt das Team der Kinder- und Jugendpsychiatrie des MediClin Müritz-Klinikums in Röbel positiv auf die vergangenen Monate zurück. Seit April 2025 arbeiten die Mitarbeiter in den neuen Räumlichkeiten, die nach rund vierjähriger Bauzeit fertiggestellt wurden. Die modernen, lichtdurchfluteten Räume und die verbesserte Infrastruktur haben nicht nur den Alltag des Teams erleichtert, sondern ermöglichen auch eine individuellere und umfassendere Versorgung der jungen Patienten.

Der Neubau kostete rund 20,5 Millionen Euro. Das Land Mecklenburg-Vorpommern förderte das Bauvorhaben mit circa 17,5 Millionen Euro. „Wir bedanken uns beim Land und insbesondere bei Sozialministerin Stefanie Drese ganz herzlich für die enge Zusammenarbeit und die finanzielle Förderung des Projekts“, sagt MediClin-Ceo Dr. Joachim Ramming. „Unsere Bestrebungen, mehr Behandlungsplätze sowie kürzere Wege für unsere jüngsten Patienten zu schaffen, wurden und werden stets unterstützt. Das ermöglicht es uns als Gesundheitsunternehmen, dem stetig steigenden Bedarf an psychiatrischen Behandlungen Rechnung zu tragen.“
„Vor allem bei Kindern und Jugendlichen hat die Zahl der psychischen Erkrankungen in den vergangenen Jahren stark zugenommen“, betont Ministerin Drese. Die kinder- und jugendpsychiatrische Versorgung sei deshalb von enorm hoher Bedeutung. „Mit dem Neubau sind nun nahezu alle Behandlungsbereiche unter einem Dach vereint. Die Arbeits- und Behandlungsbedingungen haben sich enorm verbessert und spezialisierte Angebote, wie z.B. die Eltern-Kind-Behandlung werden möglich. Wir investieren damit nicht nur in eine hochmoderne Einrichtung, sondern vor allem in die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen“, sagt Drese.
Erweiterte Kapazitäten und individuellere Behandlungsmöglichkeiten

„Die erweiterten Kapazitäten gehen Hand in Hand mit einer inhaltlichen Weiterentwicklung: Seit dem Umzug konnten vier motivierte Ärztinnen und Ärzte sowie mehrere Pflegekräfte eingestellt werden“, freut sich Arne Schmidt. Der erweiterte Akutbereich sowie modern ausgestattete Räume für Komplementärtherapien wie Ergo-, Musik-, Theater- und Arbeitstherapie bieten ideale Voraussetzungen für eine ganzheitliche Versorgung. Für sportliche Aktivitäten steht eine großzügige Turnhalle zur Verfügung. Auch das weitläufige Außengelände – derzeit noch in der finalen Gestaltung – lädt zukünftig zu Spiel und Bewegung ein und trägt so zur Genesung der jungen Patientinnen und Patienten bei.
„Durch den erweiterten räumlichen Rahmen konnten wir unsere Versorgungsangebote noch gezielter an die Bedürfnisse der Jugendlichen anpassen“, erklärt Schmidt. „So haben wir spezifische Therapieformate für die Altersgruppen der 13- bis 15-Jährigen sowie der 16- bis 17-Jährigen etabliert, um eine altersgerechte Begleitung sicherzustellen“, erklärt Schmidt.
Darüber hinaus verfolgt die Klinik eine konzeptionelle Weiterentwicklung: „In Zukunft möchten wir auch psychisch belastete Eltern gemeinsam mit ihren Kindern unterstützen – durch den Aufbau einer Eltern-Kind-Therapie, die Familien als Ganzes in den therapeutischen Prozess integriert.“
Raum für Entwicklung und Vertrauen
„Viele Patienten zeigen sich beeindruckt von der Atmosphäre am neuen Standort. Helle Räume, freundliche Farben und liebevoll gestaltete Therapiebereiche vermitteln ein Gefühl von Sicherheit und Ankommen“, sagt Irina Rachow, Pflegedienstleitung der Kinder- und Jugendpsychiatrie. „Die Kinder nutzen die neuen Räume sehr aktiv. Es ist schön zu sehen, wie sie sich bewegen, lachen und Neues ausprobieren.“ Auch ein jugendlicher Patient berichtet positiv von seinem Aufenthalt in den neuen Klinikräumen: „Ich war am Anfang total nervös, aber mein Zimmer ist richtig schön, das hat mir geholfen.“
„100 Tage – das ist erst der Anfang. Der neue Standort hat sich schnell zu einem sicheren Hafen für junge Menschen entwickelt. Und das Team der Kinder- und Jugendpsychiatrie Röbel wird weiterhin alles dafür tun, dass dieser Ort Hoffnung schenkt – Tag für Tag“, betont Dr. Schmidt und ergänzt: „Wir stehen damit auch weiterhin für eine moderne, verlässliche und empathische Versorgung junger Menschen in psychischen Krisen.“
Foto unten: Chefarzt Dr. Arne Schmidt, Assistenzarzt Vakhtang Meskhia und Pflegedienstleiterin Irina Rachow freuen sich über die neuen Räume.









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