
Ein Ohr aus Elfenbein, eine chilenische Mumie und ein von der Syphilis gezeichneter Schädel: Kurioses und Seltenes ist in der Anatomischen Sammlung des Instituts für Anatomie der Universitätsmedizin Rostock zu finden. Die Exponate dienen aber nicht Sensationszwecken, sondern sind für die Lehre und Erforschung der Anatomie des Menschen ausgestellt. Manch ein Präparat ist mehrere hundert Jahre alt und dank der umsichtigen Pflege heute noch sehr gut erhalten. Die Ausstellung wurde in den letzten Monaten umgestaltet. In diesem Zuge entstand ein gebundenes Buch mit dem Titel „Präparate und ihre Geschichten – Einblicke in die Rostocker Anatomie“, in dem besondere Sammlungsstücke mit spannenden Geschichten zu ihrer Herkunft und Entstehungsgeschichte beleuchtet werden.

In wohlgeordneten Vitrinen sind unter anderem historische Organmodelle, Feuchtpräparate von Organen und Embryonen, Skelette und zoologische Präparate ausgestellt. Laura Hiepe investiert viel Zeit in den Erhalt der Sammlung und engagiert sich dafür, die Exponate der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. So wurde die Idee für den Sammlungsführer geboren. „Darin gewähren wir einen Einblick in die Faszination Anatomie, verwoben in die Geschichte Rostocks und der Welt. Es ist uns eine Herzensangelegenheit, diesen wertvollen und zum Teil sehr alten Bestand zu bewahren und für kommende Generationen zu sichern. Das Buch wird dazu beitragen.“
Erhältlich ist der Sammlungsführer direkt im Institut für Anatomie per E-Mail unter klinische.anatomie@med.uni-rostock.de.
Buchtitel: Präparate und ihre Geschichten – Einblicke in die Rostocker Anatomie
Herausgegeben von: Anna-Maria Begerock, Laura Hiepe und Markus Kipp
Seitenzahl: 100
Verlag: Wissenschaftliche Scripten
ISBN: 978-3-95735-184-5
Preis: 16,99 Euro
Bilder: Sammlungsbeauftragte Laura Hiepe ist stolz auf die Neuerscheinung, die ganz neue Einblicke in die Anatomische Sammlung bietet.
Fotos: Universitätsmedizin Rostock











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