
Lange hat’s gedauert, jetzt sieht es so aus, als wenn dem Umbau und der Sanierung der Warener Steinmole nichts mehr im Wege steht. Wie Bürgermeister Norbert Möller (SPD) am Mittwochabend auf der Stadtvertretersitzung eher so nebenbei erzählte, ist in der Verwaltung der lang ersehnte Fördermittelbescheid für den Ausbau eingegangen. Demnach gibt es für das Vorhaben sogar mehr Geld, als zuletzt angenommen.
„Wir erhalten 6,94 Millionen Euro vom Land, das sind 70 Prozent der Gesamtkosten von rund 10 Millionen Euro“, verkündete der Bürgermeister. Das sei nicht selbstverständlich, sondern eine tolle Sache. Baubeginn soll seinen Worten zufolge in diesem Jahr sein.
Erste Planungen für einen Ausbau der Steinmole gab es bereits 2011, damals noch im Zusammenhang mit der Umgestaltung des Warener Hafens. Doch als der Hafen schließlich teurer und teurer wurde, ließ man die Steinmole zunächst unangetastet. Damals sollte der Ausbau der Steinmole 2,65 Millionen Euro kosten, eine erneute Berechnung – auch unter Berücksichtigung der Erfahrungen bei den Hafenarbeiten – ergab im November 2016 eine Summe von 4,9 Millionen Euro. Später ging man von 6,9 Millionen Euro aus, dann von mindestens 8,4 Millionen Euro , wenig später von 9,3 Millionen Euro bis es schließlich sogar 12 Millionen Euro waren.
Zwischenzeitlich hatte die Stadt bereits ein Planungsbüro beauftragt, doch das legte eine Variante für eine 14-Millionen-Euro-Variante vor. Zu viel für die Stadt Waren, auch Nachbesserungen brachten kein Ergebnis, das die Verwaltung zufrieden stellte, so dass der Vertrag mit den Planern schließlich auf Beschluss der Stadtvertreter gekündigt und neu ausgeschrieben wurde. Ausgestanden ist die Sache noch nicht. Es läuft weiter eine juristische Auseinandersetzung mit den damaligen Planern, so dass hier auch noch Kosten auf die Stadt zukommen könnten.
Das Ministerium in Schwerin erklärte irgendwann, dass man nur fördern könne, wenn die Gesamtsumme 10 Millionen Euro nicht übersteige und das soll sie jetzt auch nicht.
Ziel des geplanten Ausbaus: Die Fahrgastschiffe sollen zum größten Teil aus dem Hafen verschwinden und bekommen an der Steinmole sieben Plätze mit modernen Ver- und Entsorgungseinrichtungen.
Das Vorhaben war in den vergangenen Jahren wegen der Kosten nicht unumstritten. Die Stadt argumentierte allerdings, dass man an de Steinmole so oder so investieren müsse, weil sie baulich in keinem guten Zustand sei.








Echt jetzt? Soll das wirklich durchgezogen werden? Kann ich absolut nicht verstehen. Die Herrenseebrücke ist wesentlich wichtiger.
Wow! Das ist eine wirklich gute Nachricht für Waren (!)
Unabhängig von politischen Meinungen oder berechtigter Kritik an einzelnen Entscheidungen zeigt dieser Fördermittelbescheid nämlich vor allem eines:
Beharrlichkeit, fachliche Arbeit und Verantwortung auf kommunaler Ebene zahlen sich aus.
Solche Projekte sind komplex, teuer und ziehen sich oft über viele Jahre. Deshalb ist es umso wichtiger, anzuerkennen, wenn Bürgermeister und Verwaltungen es schaffen, für ihre Städte und Gemeinden tragfähige Lösungen zu erreichen – finanziell wie planerisch.
Das gilt für Waren ebenso wie für andere Kommunen in unserer Region. Auch in Grabowhöfe oder an anderen Orten in Mecklenburg-Vorpommern zeigt sich, wie viel Engagement, Ausdauer und Sachlichkeit kommunale Führung heute braucht – oft jenseits von Parteigrenzen.
Kritik gehört zur Demokratie. Anerkennung gleichzeitig auch. Beides zusammen macht eine Kommune stark.
Chapeau!
Ich finde das eher suboptimal. Ich will, dass es am Kietz so schön ruhig bleibt, wie ich es mein Leben lang kenne. Dieses blöde Getute von den Ausflugsdampfern will ich dort auf keinen Fall hören!
Heiliger St. Florian-verschon mein Haus,
zünd‘ Andere an!
Ich hoffe das die Stadt sich Gedanken gemacht hat das der Fischräucherkahn einen Ersatzliegeplatz bekommt oder wird dem jetzt die Existenzgrundlage genommen . Und den Angestellten die Perspektive?
Wenn Sie bitte einmal in den Beitrag schauen: Ganz unten ist eine Planskizze, wie es künftig aussehen soll. Dort ist auch der Räucherkahn vermerkt.