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Studentische Mietpreise: Mecklenburg-Vorpommern drittgünstigstes Bundesland

11. Oktober 2018

Andrang am studentischen Wohnungsmarkt: Mit Semesterbeginn rückt für viele Studierende die Frage nach bezahlbarem Wohnraum abrupt in den Vordergrund. Passend dazu hat die Studienreihe „Fachkraft 2030“ das studentische Mietniveau in Deutschland auf Länder- und Städteebene analysiert. Für Mecklenburg-Vorpommern wurde dabei eine Pro-Kopf-Mietbelastung von 12,04 Euro/m² (warm) ermittelt – ein Wert, den bundesweit lediglich Sachsen und Thüringen unterbieten.

Der in den Ballungszentren ohnehin aufgeheizte Wohnungsmarkt hat für Studierende gerade zu Semesterbeginn wenig Gutes zu bieten. Zentral gelegener Wohnraum ist nicht nur schwer zu finden, sondern auch hoch im Preis. Für viele Erstsemester oder Wechselnde von Hochschulen und Studiengängen ein echtes Problem. In Mecklenburg-Vorpommern lag die studentische Warmmiete im Untersuchungszeitraum bei 12,04 Euro/m², was Platz 14 im bundesweiten Mietpreisvergleich der Länder bedeutet.

Zugleich findet sich unter den teuersten Hochschulstandorten in Deutschland, die analysiert wurden (insgesamt 32), keine Stadt aus der Region. Zu diesem Ergebnis kommt die 11. Erhebung der Studienreihe „Fachkraft 2030“, die von Studitemps zusammen mit dem Department of Labour Economics der Maastricht University im März 2018 durchgeführt wurde. Bundesweit nahmen rund 18.000 Personen an der Befragung teil.

Zum Vergleich: In Hamburg, Deutschlands teuerstem Bundesland, mussten Studierende zum Sommersemester 2017 eine Warmmiete von durchschnittlich 17,35 Euro/m² bezahlen – also deutlich über 5 Euro mehr als in Mecklenburg-Vorpommern. Bundesweit am günstigsten war mit 11,35 Euro/m² hingegen die Situation in Thüringen. Daneben wurde im Rahmen der Befragung auch die absolute Mietbelastung pro Kopf analysiert. Hier zeigt sich für Mecklenburg-Vorpommern, dass Studierende im Durchschnitt 334 Euro pro Monat für die Begleichung der Warmmiete aufbringen müssen.

Zudem wurde in der Mietfrage folgendem Aspekt nachgegangen: Wie viele Arbeitsstunden müssten Studierende pro Bundesland und Monat investieren, um sich die Warmmiete leisten zu können? Hierfür wurde neben der absoluten monatlichen Mietbelastung das regionale studentische Lohnniveau ermittelt. Da dieses in Mecklenburg-Vorpommern zum
Erhebungszeitraum 10,34 Euro/h betrug, liegt der Mietbelastungs-Index bei 32,3 Arbeitsstunden pro Monat. Auch hier der Regionalvergleich: In Hamburg fallen für die Deckung des Mietbetrages 42 Stunden Arbeit an (Platz 1 in Deutschland), in Sachsen (Platz 16) sind es lediglich 31,1 Stunden – und damit gut eine Stunde weniger als in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Berechnungen beziehen sich ausschließlich auf Studierende, die tatsächlich monatlich Miete zahlen. Dies betrifft 78,6 Prozent der Befragten. Personen, die mietfrei wohnen, z. B. bei den Eltern oder Verwandten, wurden nicht berücksichtigt. Weitere Informationen zum Thema studentische Mieten finden sich in einem Blogbeitrag unter https://studitemps.de/magazin/neues-aus-dem-studentischen-leben-spassbremse-wohnungsmarkt, darunter Detailergebnisse für bundesweit über 30 Städte mit einer Fallzahl von mindestens 100 Befragten sowie Informationen zu studentischen Wohnformen. Ferner ist die Komplettversion der Sonderauswertung „Studium und Nebenerwerbstätigkeit“ unter https://studitemps.de/studium-und-nebenerwerbstaetigkeit verfügbar.


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