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Syrischer Mann in Neubrandenburg schwer verletzt und beraubt: Verdächtiger in Frankreich gefasst

20. Oktober 2018

Nach einer schweren Straftat an der Mecklenburgischen Seenplatte haben Zielfahnder des Landeskriminalamtes jetzt den mutmaßlichen Täter in Frankreich gefasst. Dabei handelt es sich um einen 29 Jahre alte Mann aus Mauretanien, wie das Landeskriminalamt mitteilte. Der Festgenommene aus Nordwestafrika wurde bereits mit einem Europäischen Haftbefehl gesucht.

Wie „Wir sind Müritzer“ aus Justizkreisen erfuhr, wird dem Mann schwerer Raub und versuchter Mord an einem Flüchtling aus Syrien vorgeworfen. Der Fall soll sich im Juli in der Wohnung des Opfers in Neubrandenburg zugetragen haben. Der 29-Jährige und das spätere Opfer kannten sich wohl vorher schon.

Aus bisher ungeklärtem Motiv schlug der Mauretanier mehrfach auf den Syrer ein und soll ihn sehr schwer verletzt haben. Bei versuchtem Mord ist meist eine Waffe im Spiel, dazu gab es aber keine Angaben.

In der Folge flüchtete der Täter, raubte dem Geschädigten aber zuvor auch noch Geld. Das Opfer habe sich noch in den Flur schleppen können, wo es von Nachbarn gefunden wurde. Da war der Täter aber schon weg. Über mehrere Wochen hinweg beobachteten Zielfahnder des LKA die Zielperson und fanden heraus, dass er unterwegs mehrfach Unterkünfte in Belgien und Frankreich hatte.

Schließlich „schnappten“ die Sicherheitskräfte im September zu. Nun sitzt der 29-Jährige bereits seit einer Woche in einer Justizvollzugsanstalt in Mecklenburg-Vorpommern und soll zu dem Vorfall noch angehört werden. Bei versuchtem Mord würde der Beschuldigte in den nächsten Monaten vor dem Landgericht Neubrandenburg angeklagt werden.


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