
Unter dem Motto „Ein Schatz, der Wissen schafft“ haben Sammlungsleiterin Renate Seemann, ihr Nachfolger Mathias Küster, Präparator Frank Seemann und viele Helfer im Müritzeum eine der umfangreichsten Ausstellungen der letzten Jahren aufgebaut. Sie wurde gestern eröffnet.
„Das ist etwas, worauf die Leute in der Region sehr stolz sein können“, erklärte Bernd von Maltzan, ein entfernter Verwandter von Sammlungsbegründer Hermann von Maltzan (1843-1891) und neuer Förderer des Müritzeums.

Begründer war der Federower Gutsbesitzer und Naturforscher Hermann von Maltzan, der vor 150 Jahren 1866 das „Maltzaneum“ aus der Taufe hob, das viele Einheimische noch als „Müritz-Museum“ kennen.
„Mit der Ausstellung wollen wir zeigen, wie wichtig das Sammeln auch für die heutige Forschung noch ist“, sagte der neue Leiter Mathias Küster. Der Doktor der Geowissenschaften löst Renate Seemann ab, die als Biologin nach 35 Jahren Arbeit mit der Sammlung aus Altersgründen in den Ruhestand geht.
Foto- und Texttafeln dokumentieren die Entwicklung des Sammelns, das vor allem im 19. Jahrhundert stark zunahm. In ganz Europa entstanden solche Natur-Sammlungen und später Museen. Sammler aus vielen Teilen Mecklenburgs und später auch Vorpommerns haben die Bestände in Waren immer weiter vergrößert.

Dazu gehören auch Einwanderer wie Waschbär, Marderhund und Bisamratte. Was angesichts einer gewissen Textlastigkeit der Ausstellung etwas fehlt, sind multimediale Angebote – wie sie immer mehr in Mode kommen.
Das Sammeln geht übrigens weiter. Seit dem Wechsel zum Müritzeum kamen schon 45 000 neue Stücke dazu. Und im April soll es eine weitere größere Käfersammlung der Entomologen Schemschat/Döring für das Müritzeum geben.








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