Elefanten, Tiger, Löwen oder Giraffen gehören nicht in den Zirkus. Dieser Ansicht sind rund zwei Drittel der Deutschen, wie eine aktuelle Umfrage der internationalen Tierschutzstiftung VIER PFOTEN, die in Bad Stuer den Bärenwald Müritz betreibt, zeigt. Tatsächlich lehnen sogar mehr als 75 Prozent der 14 bis 49-jährigen Bundesbürger die Haltung von Wildtieren im Zirkus ab. VIER PFOTEN fordert Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf, die Weichen für ein bundesweites Gesetz in die Wege zu leiten, das die Haltung von Wildtieren im Zirkus verbietet.

Die Haltung von Elefanten, Seelöwen oder Tigern im Zirkus ist aus Tierschutzsicht nicht vertretbar. Es ist nicht möglich, für einen fahrenden Betrieb Rücksicht auf die Bedürfnisse wilder Tiere zu nehmen: Einzelgänger wie Tiger werden auf engstem Raum mit anderen Großkatzen verfrachtet. Soziale Elefanten, die Tausende von Kilometer wandern, werden stundenlang angekettet. Die Tiere leiden in zu kleinen Transportwagen, unter fehlenden Rückzugsmöglichkeiten, fragwürdigen Dressurmethoden und Stress.
„In den meisten europäischen Staaten ist die Haltung von Wildtieren in Zirkussen bereits stark eingeschränkt oder ganz verboten. Deutschland ist eine der wenigen, traurigen Ausnahmen, in denen selbst Flusspferde oder Giraffen noch zur Belustigung zur Schau gestellt werden. Zu einem Land, das Tierschutz als Staatsziel hat, gehören keine Wildtiere im Zirkus. Es ist an der Zeit, dass Bundesministerin Klöckner handelt und ein bundesweites Verbot durchsetzt“, so Rüdiger Jürgensen.
VIER PFOTEN Forderungen im Überblick:
- Wildtierverbot in Zirkussen (mit angemessener Übergangsfrist)
- Für die Übergangsfrist ein Nachstell- und Nachzuchtverbot
- Unmittelbare Abgabe und adäquate Unterbringung von Zirkustieren aus besonders schlechter Haltung







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