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Verarbeitendes Gewerbe und Corona-Pandemie

24. Juni 2020

Wie das Statistische Amt mitteilt, waren im Verarbeitenden Gewerbe im April in fast allen Wirtschaftsbereichen Auswirkungen der Corona-Krise festzustellen. Vor allem die geleisteten Arbeitsstunden und die Entgelte fielen zum Teil deutlich geringer aus als im Vorjahresmonat. Die Landesentwicklung entspricht damit dem auch bundesweit zu verzeichnenden Trend.

Ende April 2020 arbeiteten in Mecklenburg-Vorpommern mehr als 53 000 Personen in 326 Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes (einschließlich Bergbau) mit 50 und mehr tätigen Personen.

Viele dieser Betriebe waren spätestens im April 2020 zu Kurzarbeitsmodellen übergegangen, um den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu begegnen. Entsprechend stark rückläufig sind die insgesamt geleisteten Arbeitsstunden gegenüber dem Vorjahresmonat.

Im April 2019 wurden rund 6,87 Millionen Arbeitsstunden erbracht, im April 2020 hingegen nur noch rund 6,19 Millionen Arbeitsstunden. Bei gleicher Zahl von Arbeitstagen waren das im April 2020 insgesamt fast 700 000 Arbeitsstunden weniger. Das entspricht einem Rückgang der geleisteten Arbeitsstunden um 9,9 Prozent.

Die Corona-Krise hatte in Mecklenburg-Vorpommern in fast allen Wirtschaftsbereichen Auswirkungen auf die geleisteten Arbeitszeiten und Entgelte. Der Rückgang der Arbeitsstunden betraf vor allem die Herstellung von chemischen Erzeugnissen (- 43,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat) sowie die Herstellung von Kraftwagen und Wagenteilen (- 39,1 Prozent) und den sonstigen Fahrzeugbau (- 43,6 Prozent).

Die Entgelte für die tätigen Personen im Verarbeitenden Gewerbe (einschließlich Bergbau) lagen in Mecklenburg-Vorpommern im April 2020 bei insgesamt rund 146 Millionen EUR. Gegenüber dem Vorjahresmonat war das ein Rückgang um 9,6 Prozent (April 2019: rund 160 Millionen EUR).

Im übrigen Bundesgebiet fielen die Effekte der Corona-Pandemie im Verarbeitenden Gewerbe noch etwas höher aus: Bundesweit gingen im April 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat die Arbeitsstunden um 16,9 Prozent und die Entgelte um 12,3 Prozent zurück.


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