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Vier Männer wollen auf den Landratsessel

25. Mai 2018

Man könnte schmunzeln, wenn es nicht so ernst wäre: Wir haben in dieser Woche den Test gemacht und in der Müritz-Region einfach mal hier und da gefragt: Gehen Sie am Sonntag zur Wahl? Die häufigste Antwort: „Wahl? Was für eine Wahl?“. Das ist natürlich nicht repräsentativ, doch es scheint so, als ob die anstehende Landratswahl am kommenden Sonntag nicht unbedingt viele Menschen interessiert. Dabei geht’s doch um die Politik in unmittelbarer Nähe, nicht um die EU, nicht um den Bund, nein, um den Landkreis, um das, was also viele Menschen betrifft.
Die rund 224 000 Wähler im Kreis können sich am Sonntag zwischen vier Kandidaten entscheiden – alles Männer in den besten Jahren.
Und das sind sie:

Amtsinhaber Heiko Kärger (CDU): Er ist seit sieben Jahren Landrat, also seit der Kreisgebietsreform und hatte es vor allem in der Müritz-Region in den ersten Jahren sehr schwer. Denn nirgendwo im Kreis war die Gebietsreform so unbeliebt wie hier an der Müritz. Heiko Kärger ist 57 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder.

Für die SPD geht Franc Heinrihar ins Rennen. Der 46-ist vor einiger Zeit in die Nähe von Malchow gezogen, arbeitet im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und hat sich in den vergangenen Wochen unter anderem durch eine Fahrradtour in der Region ganz persönlich vorgestellt. Franc Heinrihar ist verheiratet und hat fünf Kinder.

Volker Blieschke steht für die Linken auf dem Wahlzettel. Der 59-Jährige wohnt in Mirow und ist parteilos.  Der gelernte Schiffbauer ist verheiratet, hat drei Kinder und arbeitet heute als Regierungsdirektor an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow.

Für die AfD kandidiert Björn Eckhardt aus Strasen. Der 55-Jährige ist gelernter Maschinen- und Anlagenbauer, ledig und Vater einer erwachsenen Tochter. Er ist selbstständig im Messe- und Veranstaltungsbau und hat eine Bio-Landwirtschaft. In Strasen ist er bereits politisch aktiv.

Die Wähler der Seenplatte können ihre Stimme in 311 Wahllokalen abgeben, sollte keiner der Kandidaten die erforderliche Mehrheit bekommen, gibt’s zwei Wochen später eine Stichwahl.


5 Antworten zu “Vier Männer wollen auf den Landratsessel”

  1. Hermann sagt:

    Ich denke ein neues Gesicht würde mal gut tun.

  2. Holden Coulfield sagt:

    Der Nordkurier hat ja einen Wahl-O-Nauten auf seinen Seiten. Da kann man/Frau anhand von ein paar interessanten Fragen schauen ob man/Frau besser zu dem einen oder anderen Kandidaten passen würde. Wem das nicht ausreicht, kann sich auch ganz gut auf den Facebook-Seiten der Kandidaten und deren Internetauftritte informieren über deren Programmen, Aktivitäten und Ziele. O.K. vor der Wahl versprechen viele immer alles – aber ich finde, wenn man genau hinschaut, kann man schon erkennen,l wer zum Beispiel utopische Versprechen macht (z.B. eine 2-Stunden Taktung im ÖPNV in Aussicht stellt), wer sich gar nicht rührt (z.B. sagt: für die ärztliche Versorgung bei uns sind doch andere verantwortlich…) oder wer sich einigermaßen realistische Ziele vornimmt.
    Ich finde, es ist noch genug Zeit, sich auch kurzfristig für einen der Kandidaten (schade, dass keine Frau dabei ist!) zu entscheiden. Nicht wählen- heißt auf jeden Fall: es bleibt alles, wie es ist, oder wird sogar noch schlimmer!

  3. oscar sagt:

    Ich denke das Gleiche. Die bisherige aristokratische Leitung des Landratamtes, mit den vielen Unzulänglichkeiten und Problemen, die letztendlich wir als Bürger bezahlt haben,
    Müll etc.,reicht.
    Auch wenn die CDU mit viel Geld, 60Tausend Euro,schrieb der NK ,den Wahlkampf finanziert hat, sind wir Wähler doch nicht käuflich.
    Ich werde einen ehrlichen Kandidaten wählen, der mit weniger Geld Wahlkampf machen musste. Wichtig ist, dass Viele wählen gehen.3

  4. Rainer sagt:

    Aristrokatische Leitung des Landratsamt – das trifft es so ziemlich genau. Unter der vielgepriesenen Bürgernähe stelle ich mir etwas anderes vor und nicht das Aufhängen von Wahlplakten der CDU mit dem derzeitigen Landrat an jedem zweiten Laternenmast in Waren oder ein Werbebesuch bei den Müritz-Fischern.

  5. Hoffi sagt:

    ja die Aristrokatie passt so garnicht zu Waren oder?

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