Sie haben es geschafft! Nicht ganz so wie geplant, aber nach fünf Tagen wanderten die Warener Hospiz-Damen in Schwerin ein. Von Montag an waren sie von Waren aus unterwegs, um vor allem auf das wichtige Thema Hospizarbeit aufmerksam zu machen, aber auch, um Spenden zu sammeln. Geld, um unter anderem letzte Wünsche von den Gästen des Warener Hospizes erfüllen zu können. Mehr als 4000 Euro kamen bisher zusammen, das Spendenkonto ist aber noch einige Tage geöffnet. „Wir hatten unterwegs wirklich ganz tolle Begegnungen, Menschen, die sehr viel über unsere Arbeit wissen wollten, Frauen und Männer, die spontan gespendet haben, und jede Menge Autofahrer, die uns durch Hupen und Winken motiviert haben“, berichtet Katharina Wennmann-Schröder, Mitarbeiter im DRK-Hospiz „Müritzpark“ und diejenige, die auf die Idee gekommen ist, mit der Wanderung für die Hospizarbeit zu werben.
Sie selbst musste aber einen Tag pausieren. Wie auch Mitstreiterin Sylvia Jürgens, die von einer Erkältung geplagt wurde. Aber zum Glück gibt’s da ja die Warener Hospizchefin Claudia Bajorat, die spontan eingesprungen ist.

Doch trotz dieser kleinen Dinge, die nicht nach Plan liefen, überwiegen die schönen Erlebnisse. Wie beispielsweise am „Lütt Eck“ in Alt Schwerin. Die Mitarbeiter dort waren sehr interessiert, die Inhaber gaben ihnen schließlich 200 Euro mit auf den Weg.
In Goldberg entdeckte ein Autofahrer die Wander-Frauen aus Waren mit ihrem Transparent. Er hatte zuvor im NDR-Radio von der Aktion gehört, stoppte, drehte um und drückte den Müritzerinnen ebenfalls Geld in die Hand. Der NDR berichtete nicht nur im Radio, sondern auch im abendlichen „Nordmagazin“. „Das hat uns sehr gefreut und angespornt“, erzählt Katharina.
Die nächsten Ideen schwirren schon im Kopf
In Schwerin trafen die Hospiz-Damen und Botschafter Günter Rhein dann am Sonnabend, dem Welthospiztag, auf Landes-Sozialministerin Stefanie Drese. Sie bekam vor dem Schloss ein selbst genähtes Herz geschenkt und dazu die Zahl 380. So viele Frauen und Männer wurden im Warener Hospiz seit der Eröffnung vor vier Jahren in der Thomas-Mann-Straße liebevoll betreut.

Gegenwärtig bereiten die 19 Mitarbeiter des Warener Hospizes einen Wintermarkt vor. Der ist für den 24. November auf dem Gelände der Einrichtung geplant und hat einiges zu bieten – Neben vielen regionalen Produkten, auch ein buntes Programm für Groß und Klein. Sogar die Alpakas, die einmal im Monat im Hospiz vorbei schauen, haben sich angekündigt und werden sicherlich ein beliebtes Fotomotiv.
Und auch neue Ideen schwirren Katharina bereits durch den Kopf.
Für die Mitarbeiter und auch die Ehrenamtlichen des Warener Hospizes ist ihre Arbeit mit den schwerkranken Menschen eben mehr als ein ganz normaler Job zum Geldverdienen. Eine Arbeit, bei der viel gelacht wird, und eine Arbeit, die nur in einem gut funktionierenden und harmonischen Team funktioniert. Und so ein Team gibt im Warener DRK-Hospiz. Das hat die Pilger-Aktion einmal mehr bewiesen.
Wer noch spenden möchte: https://www.betterplace.org/de/projects/127617?utm_campaign=user_share&utm_medium=ppp_sticky&utm_source=Whatsapp














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