Warener Hoteliers informieren wieder über Windenergie

18. Juni 2024

Die Hoteliers der Waren Müritz Hotelgemeinschaft e.V. haben während der gesamten Saison mehrere Informationsveranstaltungen zum Thema Windenergie organisiert und wollen unter dem Motto: „Wir laden ein, und fachkompetente Referenten informieren über Windenergie“ für dieses Thema sensibilisieren und aufklären. Alleine in der Mecklenburgischen Seenplatte sind Windräder auf einer Fläche von rund 11 500 Hektar im Gespräch. Vor Waren sind neun Stück, gut 240 Meter hoch geplant. Sie sollen vor dem Schmachthägener Wald – links aus Waren kommend – platziert werden.
In der kommenden Woche, 26. Juni, steht die zweite Veranstaltung der Hotelgemeinschaft zum Thema Windenergie an. Mit interessanten Referenten. Unter anderem wird ab 19 Uhr im Haus des Gastes eine Warener Kardiologin über Infraschall sprechen.

Die erste Veranstaltung der Hoteliers im Mai war bestens gut besucht. Katja Jedwillat, Vorsitzende der Hotelgemeinschaft e.V., informierte über die Beweggründe des Vereins für diese Veranstaltungsreihe und gab erste Zahlen der Gästebefragung zum Thema Windenergie preis. Den Warener Hoteliers liegt es am Herzen, zu erfahren, was ihre Gäste über den geplanten Windpark vor den Toren der Stadt und des Müritz-Nationalparks denken.

Bürgermeister Norbert Möller informierte über die aktuelle Teilfortschreibung des Planungsverbandes und erklärte, dass man aufgrund des Vorhabens, sechs von neun Windrädern auf privaten Flächen zu errichten, kaum etwas dagegen machen könnte. Das neue Parlament müsse nun überlegen, ob dann eine Ablehnung von den geplanten drei Windrädern auf städtischem Grund sinnvoll sei.

Der Immobilienberater der Müritz-Sparkasse, Christian Holz, sprach über eine eventuelle Abwertung in der näheren Umgebung der Immobilien an Windparks. Norbert Schumacher aus Penzlin, Initiator des „Freien Horizont“ referierte über erneuerbare Energien in ihrer Zuverlässigkeit als geplanter einziger Versorger.

Für Mittwoch, 26. Juni, kündigt die Warener Hotelgemeinschaft wieder interessante Referenten an. Zum einen wird der stellvertretende Bürgermeister und Leiter des Amtes für Finanzen, Matthias Mahnke, über die finanzielle Beteiligung der Bürger und Gemeinden beim Ausbau der Windenergie sprechen. Mit Spannung erwartet wird die Kardiologin Dr. Angelika Bublak, Oberärztin im Müritz-Klinikum, die über die Gefahren des Infraschalls aufklärt. Über Windradbrände und das Isoliergas Schwefelhexafluorid wird Dieter Walter vom Freien Horizont, referieren.

Weitere Vorträge finden ebenfalls im Haus des Gastes zu folgenden Terminen jeweils mittwochs um 19 Uhr statt:

26. Juni 2024
17. Juli 2024
14. August 2024
25. September 2024

Bild: Fotomontage Hotelgemeinschaft


15 Antworten zu “Warener Hoteliers informieren wieder über Windenergie”

  1. Jörn Burmeister sagt:

    Jeder hat ein Recht auf seine ästhetische Meinung und kann Windräder blöd finden. Aber mit falschen Darstellungen Stimmung zu machen und zu sagen, es gehe um schliche Aufklärung, das sollte nicht hingenommen werden.

    Wenn jemand meint, er könne eine Fotomontage machen, sollte er wenigstens die grundlegenden Regeln der Perspektive kennen.

    Mathematische Darstellung Regeln der einfachen linearen Perspektivprojektion
    In einer einfachen linearen Perspektivprojektion ist die scheinbare Höhe (h‘) eines Objekts auf dem Bild proportional zur tatsächlichen Höhe (h) und umgekehrt proportional zur Entfernung (a) des Objekts vom Betrachter:

    h’= h/a

    Dies bedeutet, dass die scheinbare Höhe eines Objekts im Bild kleiner wird, je weiter es vom
    Betrachter entfernt ist.

    Annahmen
    Die Anlagen sollen in ca. 4500 bis 5000 m von Hafen entfernt entstehen, ich wählte eine Entfernung 4500 m.
    Für die Höhe der WKA bis zu den Rotorspitzen wählte ich 290 m, da sie auf dem so Flyer angegeben war. Die Marienkirche habe ich (bei einer Höhe von 54 m und einer Basis von 12 m (Messung: Google Earth)) mit 66 m als Referenz angenommen und nahm sie mit 800 m vom Betrachter an (Messung: Google Earth).
    Was ergibt sich daraus?

    Anwendung auf den Fall:

    Windkraftanlagen:
    a1=4500 m
    h1=290 ,

    h1’= 290/4500=0,064

    Marienkirche:
    a2=800 m
    h2=66 m

    h2’= 66/800=0,082

    Höhenverhältnis Windkraftanlagen : Marienkirche
    h1‘/h2’=0,064/0,082=0,78

    Die Spitze der Windkraftanlage am höchsten Punkt ist nur 78 % der Höhe der Marienkirche!

  2. Retzlaff sagt:

    Das hat ja unser guter Bürgermeister schön eingerührt. Erst die Stadtansicht ohne Rücksicht zu verschandeln und damit es auch klappt schnell noch ein paar Private ins Boot geholt, damit Er dann die Schuld Ihnen zuschieben kann. Pfui. Erst die Innenansicht der Stadt versauen (Hafen) und dann die Außenansicht danach. Das der sich nicht schämt. Zieht Er dann nach seiner Amtsübergabe auch aus Waren aus?

  3. Betroffener sagt:

    Wie werden dann die betroffenen Immobilieninhaber durch die dann privaten Verkäufer der Flächen entschädigt???

  4. Anti sagt:

    Warum verwendet wirsindmüritzer weiterhin eine nachweislich falsche Darstellung der zu erwartenden „neuen“ Stadtansicht? (siehe hierzu die einfache mathematische Herleitung von Jörn Burmeister)

    Das unterstützt doch lediglich die populistische Meinung derer, die mit einem Scheinargument wesentliche Schritte zur unabhängigen Ernegiegewinnung verhindern wollen. Die Warener bestechen einmal mehr mit Realitätsferne: nicht die Windräder werden die Urlauber, von denen die touristisch geprägte Unternehmerlandschaft nun mal abhängig ist, vertreiben oder abstoßen. Es sind die öffentlich bekundeten „konservativen“ Meinungen und letzten Wahlergebnisse, die sowohl Besucher als auch Bürger der Stadt abschrecken!

    Wieso wird dieser „Stimmungsmache“ so viel Raum und eine regional übergreifende Plattform geboten?!

  5. Uwe sagt:

    Sehr geehrter Herr Burmeister, das sind ja schöne Berechnungen, die Sie anstellen, daher auch meine Frage… Wohnen Sie in der Nähe von Windkraftanlagen? Mehr und mehr hört man, das es ein Überangebot von Windkraftenergie gibt, von LNG Anlagen etc….und für diese Energie dürfen wir dann auch höhere Stromkosten tragen. Ich kann die Befürchtungen Vieler verstehen und bin selber sehr traurig, wenn ich diese vielen Windkraftanlagen in unserer Heimat sehe und den Einfluß Dieser auf unsere Umwelt (Flora /Fauna) Vor einiger Zeit habe ich von einer Wirtschaftsweisen gelesen, die darin eine Chance für den Osten sieht… Welche Chance? Unsere Landschaften zu verschandeln? Jetzt sitzt sie im Vorstand der Siemens Energy und ich sehe von der Autobahn diese riesigen Windkraftanlagen von Siemens….und falls jetzt die Vermutung kommt, dass hier ein AfD Anhänger schreibt, muss ich Sie leider enttäuschen. Übrigens war vor einigen Tagen der rbb Robur Bus in Wriezen und da wurde über dieselbe Problematik diskutiert… Ergebnis, es sind ausreichend Windkraftanlagen vorhanden… Es geht doch nur noch um Profit, Geldgier dieser Investoren. Hoffentlich wachen alle Leute endlich mal auf. Mit freundlichen Grüßen ein BSW Wähler

  6. Philip sagt:

    Gestern bin ich über den Malchower Erddamm gefahren und mir ist zum ersten Mal aufgefallen, dass man aus dieser Perspektive das Malchower Windrad sehen kann. Ich selbst bin Malchower und mittlerweile in Waren wohnhaft. Noch nie war es mir aufgefallen! Ich war erstaunt!

    Der Ausbau der Windenergie um Waren ist nur zu begrüßen. Wie der erste Kommentar schon zeigte: Diese Diskussion um die Warener Windkraftanlagen wird mit vielen Unwahrheiten geführt.

    Ebenso frage ich mich – wenn ich mir die Referentenliste anschaue – warum die Auswahl nur einseitig erfolgte. So wie ich es herauslese, sprechen überzeugte Gegner und es findet sich kein Referierender unter den Personen, welcher eine andere Position vertritt. Ausschließlich Gegner der Windkraft sprechen zu lassen, sagt schon wieder alles und befeuert nur Unverständnis und Ablehnung. Und jetzt mal ehrlich: Anstatt über die Folgen zusprechen, sollte eines der Windräder Feuer fangen, hätte man tatsächlich auch mal jemanden sprechen lassen können, der nicht nur gegen Windräder hetzt. Als ob ausgerechnet die 9 Windräder in Waren Feuer fangen. Das Windrad in Malchow steht schon Ewigkeiten. Hat nicht gebrannt und es ist auch niemand der darunterstand an Isoliergas gestorben.

    Und wenn gleich wieder jemand davon anfängt, dass Windräder Tausende Vögel töten, platzt mein Kopf in Verzweiflung über das niedrige Bildungsniveau in Deutschland: Wenn man außerhalb seiner Anti-Windkraft-Blase mal schaut, erkennt man, dass Vögel vor allem massenhaft durch Fensterscheiben sterben; gefolgt von Katzen. Sagt ja auch niemand, dass wir alle Katzen in Waren und Umgebung töten sollten, oder? Dann soll bitte niemand damit kommen, dass das ein legitimer Grund sei, sich gegen Windkraft um Waren auszusprechen. (Und ja, ich bin mir dessen bewusst, dass vor allem einige Greifvögel überproportional von Windkraftanlagen getötet werden, da diese – im Gegensatz zu anderen Vogelarten – nicht auf die Rotorblätter achten.)

    Insgesamt ist es aus meiner Sicht bedauerlich, dass so einseitig über die Windkraft in Waren informiert wird. Mal ein Vorschlag: Vielleicht wäre es interessant mehr darüber zu informieren, wie viel Energie die geplanten Windräder im Jahr erzeugen und wie hoch der Gesamternergieverbrauch Warens ist? Ist darüber schon einmal gesprochen worden? Ich persönlich würde mich darüber freuen, aus meinem Fenster am freien Horizont die Windräder rotieren zu sehen (die ja auch nicht wie der erste Kommentar zeigte so deutlich zu sehen wären) und zu wissen, dass gerade sämtlicher Strom, den ich verbrauche, dort grün erzeugt wird.

    Aber ich verstehe schon: Solange irgendwo die Natur für Braunkohle weggebaggert wird und nur Süddeutschland im Wasser versinkt, ist es dem Mecklenburger wichtiger, seine paar Windräder mit übertriebenen Argumenten zu verhindern.

    Sorry, wurde doch etwas bissiger. Der Frust hat sich nur lange angestaut!😅

  7. Lisa sagt:

    Ich finde das mit den Windrädern ziemlich schick. Sieht nach einer modernen Stadt aus.

  8. UliM sagt:

    Ich finde es überaus unredlich, die bereits deutlich kritisierte Fotomontage einfach weiter zu benutzen.
    Ja, sie macht Angst!
    Soll das das Ziel sein??
    Die Projektion von Bauwerken in das Landschaftsbild ist alles andere als simpel. Herr Burmeister hat das an der einfachen linearen Perspektivprojektion deutlich gemacht. Dazu müsste man noch das Relief sowie den jeweiligen Standpunkt (Blickwinkel) des Betrachters einbeziehen.
    Bestimmt gibt es dazu Programme, die das können. Denn in der Landschafts- sowie Bauplanung ist eine solche Fragestellung wohl eher ein Regelfall.
    Oder man stellt es als Aufgabe an die Schüler unseres Gymnasiums – knifflige Aufgaben machen Schülern bisweilen Spaß!

  9. Philip sagt:

    @Uwe

    Bitte überprüfen Sie doch Ihre Aussagen, bevor Sie diese äußern.

    Hier ein Link zur Stromerzeugung in Deutschland von der Bundesnetzagentur: https://www.smard.de/home
    Als BSW-Wähler sollten Sie im Gegensatz zu den AfD-Wählern diese Quelle wohl nicht anzweifeln?

    Dort sehen Sie die gegenwärtigen Stromerzeugungsarten. Ebenfalls sollten Sie dann erkennen, dass um die fossilen Energiequellen abzulösen (vor allem die restliche Kohle) deutlich mehr Solar- und Windenergie benötigt wird, als es gegenwärtig der Fall ist. Ebenso bedarf es gegenwärtig an Erdgas und perspektivisch an Wasserstoff (über die LNG-Plattformen), um die Dunkelflauten auszugleichen. Aber eben vor allem an weiterer Windkraft! Zudem sollte man nicht vergessen, dass wir einen Europäischen Strommarkt haben und ein zeitweises Überangebot Exporteinnahmen generiert und gleichzeitig die Stromkosten reduzieren wird.

    Wenn Sie auch nur ein paar Minuten Ihrer Zeit aufbringen und ganz nüchtern reflektieren, dann erkennen Sie womöglich, dass Ihr Kommentar übereilt war.

    Von einem Stromüberangebot kann man übrigens als Privatkunde schon jetzt finanziell profitieren. Der Stromanbieter „Tibber“ gibt die aktuellen Strompreise des Strommarkt 1 zu 1 an seine Kunden weiter. Informieren Sie sich doch mal darüber wenn Sie mögen. Auf diese Weise kann man direkt von der Energiewende profitieren. Erzeugen gerade die Windkraftanlagen besonders viel Strom, ist der Strompreis für Kunden auch besonders niedrig. (Gegenwärtig überlege ich selbst zu Tibber zu wechseln.)

    Und in Bezug auf die Flora und Fauna kann ich mich nur wiederholen: Solange irgendwo die Natur für Braunkohle weggebaggert wird und nur Süddeutschland im Wasser versinkt, ist es dem Mecklenburger wichtiger, seine paar Windräder mit übertriebenen Argumenten zu verhindern.

    Ich bleibe dabei: Ein Glück, dass 6 der Windkraftanlagen auf privatem Grund entstehen und ich kann nur hoffen, dass die Stadt in ihrer neuen Zusammensetzung mit den AfD-Spinnern nicht auf ihre 3 zusätzlichen Windkraftanlagen verzichtet.

  10. Jan sagt:

    Die Hoteliers können gegen Windkraft informieren wie sie wollen, die Touristen, aus dem Westen, werden wegen AfD nicht mehr kommen. War in Kommentaren hier zu lesen.

  11. Hans-Werner sagt:

    Ich kann die Aufregung der Warener Hoteliers gar nicht nachvollziehen. Die sollten doch daran interessiert sein, einen nachhaltigen Tourismus zu unterstützen. Nachhaltiger Tourismus bedeutet, dass die Reise möglichst keine negativen Folgen für die Natur und Bevölkerung am Zielort hat und die Umwelt so wenig wie möglich belastet wird. Die Hoteliers können doch auch ihren Beitrag dazu leisten, in dem sie zum Beispiel Solaranlagen installieren und das Warmwasser mit Solarthermie erwärmen. Man könnte auch mit grünem Strom, erzeugt aus benachbarten Windkraftanlagen, Werbung machen. Nachhaltiger Tourismus setzt sich immer mehr durch. Ich steige nur noch in Hotels ab, die nachhaltig wirtschaften. Windkraftanlagen in entsprechender Entfernung zum Urlaubsort stören mich nicht.

  12. Petzibaer sagt:

    @Philip: ihr Kommentar ist typisch für links-grüne Physikabwähler. Sie verweisen auf ein Tortendiagramm der Bundesnetzagentur, ohne die Zusammenhänge zu verstehen. Sonst würden sie auch erkennen, so sie denn die Begrifflichkeiten Grundlaststrom und Energieerzeugung verstehen würden, dass D im letzten Jahr Zig Millionen Euro zahlen musste, um überschüssige Wind- uns Solarenergie abzugeben, die sonst die Netzfrequenz beeinträchtigt hätte. Da wo derStrom gebraucht wurde- zu Starklastzeiten morgens z.B. musste er teuer aus Frankreich importieren werden( übrigens Atomstrom). Steht auch dort, so man es herauslesen will und kann. Ich habe nichts gegen Wind- oder Sonnenenergie, ganz im Gegenteil. Leider fehlen immer noch Speichermoglichkeiten, um die Spannung zu den Hochlastzeiten verfügbar zu halten. Aber solange Ideologie über Fachwissen triumphiert, bei Corona war es ähnlich, wird dieser Irrsinn weiter gehen. Vielleicht hören Sie sich mal ein,zwei Debatten z.B. von Dr. Espendrill von der AFD im Bundestag zu selbigem Thema und vergleichen dann mit den Beiträgen einer Linken- Politikerin zum wichtigen Thema ‚ Sitzpinkler*in. Dann müssten auch Sie erkennen, worauf der woke und politische korrekte Fokus momentan in D liegt. Jedenfalls nicht auf einer sicheren Energieversorgung. Der momentane Exodus deutscher Firmen und die massive Abwanderung deutscher Industrie spricht Bände. Vielleicht lesen Sie dazu im Handelsblatt einmal nach.

  13. Einwand sagt:

    Der Fotomontage sollten vollständigkeitshalber noch um Strommasten mit Oberleitungen, Agri PV-Anlagen und H2-Druckspeicher-Behälter ergänzt werden. Zumindest wenn man sich mal mit den Bundes-/Landesplanungen beschäftigt. Trockengefallene Seen, entvölkerte Landschaft und Antilopen wären auch eine Idee zur ergänzenden Visualisierung. Erstaunlich wie viele doch begeistert eine Technologie subventionieren wollen, die heute schon für Produktion von entsorgungspflichtigem Strom sorgt, für dessen Entsorgung der Bund/Steuerzahler sogar heute schon bezahlt. Wobei die Nutznießer z.B. Rechenzentren, Ki/Cloud-Anbieter, Krypto-Miner etc. sich einen Ast freuen dürften, dass die Ausbau-Erzeugungs-Vertriebskosten der deutsche Michel mit Freuden zahlt, sich dabei noch sein zunehmend völlig entstelltes Land „schönredet“. Das lässt sich nur erklären, weil in MV viele LPG-Nachfolgeflächen nun zu obszönen Preisen verpachtet werden können und ein Land mit seiner Verwaltung nicht in der Lage ist Tourismus-Infrastruktur mit Einkommensmöglichkeiten für die breite Masse zu entwickeln. Radwege/Schleusenservice, Gastro-Schulen, Anleger-und Uferpflege etc.. Die Holländer mit ihren Wassersport-Tourismus können nur über uns lachen. Wohl zu schwer eine einmalig schöne, weitläufige Landschaft attraktiv zu entwickeln. Hier könnten junge Leute Schlange stehen zum Leben und Arbeiten. Stattdessen Windräder, Solar-Freiflächen, Agri-PV usw.. Da stehen der Politik und den Verwaltungen wohl ausreichend Projektierer hilfsbereit, einflüsternd zur Seite. Da gibts Pläne, Gesetze und Geld.Da gehts. Nur banale Busse und Radwege-Fehlanzeige. Kannste dir nicht ausdenken. Redet Euch die Transformation ruhig schön, es ist bereits eingeplant, dass sich die folgenden Generationen schon an den Anblick gewöhnen werden. Fazit: Fotomontage ergänzen und ein Danke an die Hotelliers, die Unternehmer, die jeden Euro erarbeiten müssen, Jobs bieten, Gäste versorgen und nicht vom Ackerverpachten, leistungslos leben können.

  14. Philip sagt:

    @Petzibaer

    Mir ist selbstverständlich bewusst, dass der Grundlaststrom nicht mit gerade erzeugten Wind- und Sonnenernergie zu decken ist und ebenfalls ist mir bewusst, dass der von Ihnen angesprochene Zustand der zeitweisen Über- und Unterproduktion, die bei einem hohen Anteil erneuerbarer Ernergieproduktion auftritt, gegenwärtig Kosten verursacht – Stand heute. Gleichwohl ist hier anzumerken, dass dem Zustand durch diverse Maßnahmen entgegengewirkt werden muss; und das passiert. Nicht durch eine einzelne Maßnahme, sondern durch eine Vielzahl unterschiedlicher Lösungen:

    #NordLink und #NordGer: Kopplung des deutschen und norwegischen Stromnetzes um grünen Strom aus Deutschland mithilfe der Pumpspeicherwerke in Norwegen für die von Ihnen angesprochenen Starklastzeiten zwischenzuspeichern.

    #Power-to-Gas: Umwandlung von grünem Strom in grünen Wasserstoff mit dem selbigen Zweck (Bsp.: Anlage in Hamburg) – mit dem höchsten Energieverlust der meisten Maßnahmen; jedoch notwendig um in besonders energieertragsreichen Phasen die Ausgabe von den von Ihnen angesprochenen Ausgaben von „zig Millionen“ zu vermeiden.

    #Batteriespeicher

    #Nord-Süd-Stromtrasse, damit erneuerbare Energie in großen Mengen nach Süddeutschland gelangen kann. Ist gegenwärtig nicht der Fall, weshalb es zu der ungünstigen Situation kommt, dass trotz eines Überangebotes an grünem Strom in Norddeutschland, in Süddeutschland Kohlestrom erzeugt werden muss, weil ansonsten nicht genug Strom im Süden vorhanden ist. Paradoxer Weise kommt es dann dazu, dass der sehr günstige grüne Strom an Nachbarländer verkauft wird. Häufig kauft jedoch Österreich den günstigen deutschen Strom, um seine Pumpkraftwerke zu befüllen, da der deutsche Strom in der Situation günstiger ist, als der eigene in Österreich. Jedoch gelangt dieser ja nur über Süddeutschland nach Österreich. Da jedoch Süddeutschland aufgrund der unzureichenden Stromtrasse zu wenig Strom aus Norddeutschland erhält und Österreich den günstigen Strom Norddeutschland über die Verbindung zu Süddeutschland erhalten will, werden noch mehr Kohlekraftwerke in Süddeutschland hochgefahren. Konsequenz um diese paradoxen Situation zu vermeiden: Endlich den durch die Ampel langsam „beschleunigten“ Ausbau der Stromtrassen vorantreiben. Dann kann mehr grüner Strom in Süddeutschland verbraucht und gleichzeitig können die Alpen mit ihren Pumpspeichern CO2 -neutral mit norddeutschem grünen Strom für energiearme Zeiten gefüllt werden. Folglich weniger Stromimporte von Kohle- oder Atomstrom bei Starklastzeiten😉, wobei ich da auch gar kein Problem sehe, solange die anderen Maßnahmen noch nicht abgeschlossen sind.

    … dazu kommen viele weitere Maßnahmen. Ja, die gegenwärtige Situation ist nicht optimal, jedoch bedarf es neben den Projekten zur Steigerung der „Netzstabilität“ den gleichzeitigen Ausbau der Erneuerbaren. Ist halt leider gegenwärtig nur schwer anders zu händeln.

    ACHSO UND wenn jetzt „Dr. Espendiller“ als Fachmann angeführt wird, welcher im Bundestag tatsächlich von der „Lüge vom menschengemachten Klimawandel“ sprach (ebenfalls der Titel des AfD-Videos bei YouTube), dann können wir hier gleich stoppen. Als studierter Geograph ist mir die daraus sprechende Dummheit viel zu unerträglich … 🫣 … Wir haben einen menschengemachten Klimawandel. Sooo einfache Zusammenhänge nicht zu erkennen ist wirklich peinlich.

  15. Matthias sagt:

    Und jetzt blicken wir kurz zurück auf die hier für die „Diskussion“ aufgewendete Mühe und stellen uns kurz vor, man hätte sie für die Bewahrung des Friedens eingesetzt. Wie gut wäre das für das Klima, auch das gesellschaftliche.