
Sie ist wohl die bekanntestes Warenerin. Und die beliebteste. Dabei stammt Australian-Shepherd-Hündin „Käthe“ gar nicht aus Waren. Doch sie präsentiert die Region seit 2019 in nunmehr schon zwölf ARD-Filmen und wird es auch weiterhin machen. Klar, dass „Käthe“ oder Hoonah, wie die süße Hündin eigentlich heißt, bei der gestrigen Einweihung der „Freundschaftsbank“ an der Müritz auch der Stargast war. Sie kam mit ihrer Trainerin Carolin Zeidler und ließ sich weder durch das große Publikum, noch den eisigen Wind aus der Ruhe bringen.
Die Idee, in Waren eine „Freundschaftsbank“ aufzustellen, stammt aus einem Film „Käthe und ich“. Die Stadtführer um Petra Hakert griffen sie auf und ließen im CJD eine besondere Bank anfertigen. Auf ihre Kosten, denn sie erhielten mit ihrer Kulturpreis-Auszeichnung auch eine kleine Prämie, die sie für dieses Projekt ausgegeben haben. Und nun steht sie da am Ufer der Müritz unweit des Hafens und wartet darauf, dass Menschen, die sich vielleicht gar nicht kennen, sitzend und mit traumhaftem Blick auf den größten Binnensee Deutschlands ins Gespräch kommen. „Käthe“ hat gestern schon mal Probe gesessen und gemütlich gelümmelt.
Mit dabei auch Schauspielerin Hildegard Schrödter – sie spielt die Mutter des Psychologen Paul Winter – Produzent Felix Türcke sowie Regisseur Oliver Liliensiek. Er verriet: In diesem Jahr werden zwei neue Filme „Käthe und ich“ gedreht, natürlich auch wieder an der Müritz. Nach derzeitigen Planungen rückt das 30-köpfige Team zusammen mit „Käthe“ im Frühsommer an, die Ausstrahlung ist dann für das kommende Jahr geplant. Und sicher werden auch die neuen Streifen wieder ganz viel Werbung für die Müritz-Region bringen. Werbung, die unbezahlbar ist, wie es Bürgermeister Norbert Möller gestern formulierte. Das fand Honnah offenbar so toll, dass sie dem Verwaltungschef spontan und zu seiner Überraschung einen „Schmatzer“ spendierte.
Es ist gut zwei Jahre her, dass tausende Müritzer wieder einmal vor dem Fernseher saßen und gespannt eine neue Episode von „Käthe und ich“ geschaut haben. Es war erneut ein Quotenrenner, und nicht nur das: Die Filmemacher hatten einige Einheimische auf eine Idee gebracht. Zum einen fanden es viele Zuschauer eine schöne Vorstellung, dass man, wie im Film zu sehen, auf dem Holzsteg vom „Müritzpalais“ sitzen und Kaffee trinken kann. Zum anderen stand am Kietz eine „Freundschaftsbank“, die man sich gut auch in der Realität vorstellen konnte. Auf diese Bank setzt man sich, wenn man Lust hat, mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen.
Diese Idee ließ Petra Hakert nicht mehr los, sie sprach mit ihren Stadtführern und setzte alles daran, eine „Freundschaftsbank“ inklusive Genehmigung der Filmverantwortlichen an die Müritz zu bekommen. Doch damit noch nicht genug. Denn Petra Hakert hat da eine Vision. Sie wünscht sich eine „Promenade der Freundschaftsbänke“ in Waren und würde sich über entsprechende Unterstützung von Gastronomen, Hoteliers und Firmen freuen. Die dürfen sich gerne bei ihr melden.
Nach vielen Selfie-Bildern, die „Käthe“ gestern bei der Bank-Einweihung tapfer hinter sich brachte – immer belohnt mit einem Leckerli – ging’s für die Stadtführer, die Gäste und natürlich auch Honnah aufs Fahrgastschiff zu einer kleinen Rundfahrt. Dem Vernehmen nach hat es der Hündin mit den stechend blauen Augen bestens gefallen, aber erst, als sie selbst auf einem richtigen Sitz Platz nehmen durfte und nicht unten am Boden bleiben musste. Verständlich, man will ja schließlich etwas sehen von der schönen Müritz-Region, die man seit einigen Jahren einem Millionen-Publikum schmackhaft macht.
Und hier ein kleines Video von der Einweihung:







