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Meinung: Die großen (Kürbis)Probleme der Warener Linken

Die Stadt Waren hat bekanntlich momentan einige Probleme. Das größte: Die Stadtvertreter verweigerten ihr Okay zum dem Haushalt. Und zwar, weil der Stellenplan offenbar Fragen aufgeworfen hat, insbesondere wegen fragwürdiger „Höherstufungen“. Das jedoch nur am Rande, obwohl es schon bitter ist, dass Waren einige Investitionen wegen des fehlenden Haushaltes verschieben muss.
Doch die Fraktion Die Linke, die aus drei Stadtvertretern besteht, hat ganz andere Sorgen. Denn Waren soll eine Kürbiswelt bekommen, mehr als 600 Kinder und Jugendliche sind schon im Boot (WsM berichtete). Da nun aber ausgerechnet der Warener Stadtpräsident Toralf Schnur der Initiator dieses Projektes ist, gibt es für die Linke Klärungsbedarf. Erheblichen Klärungsbedarf. Es muss schließlich alle seinen „sozialistischen“ Gang gehen. Und so haben die Linken in der für Waren gerade nicht so einfachen Zeit tatsächlich nichts anderes zu tun, als diese Aktion genauestens zu hinterfragen. Nun gut, ist ja legitim. Aber sie haben die Stadt mit sage und schreibe 23 Fragen bombardiert. Dabei geht es um so wichtige Fragen wie: „Wer verantwortet die Öffentlichkeitsarbeit zum Projekt?“, „Wie wird sichergestellt, dass alle Einrichtungen gleichberechtigt teilnehmen können?“, „Wie werden Eltern bzw. Sorgeberechtigte über das Projekt informiert und in die Entscheidung einbezogen?, „Ist die Teilnahme der Kinder ausdrücklich freiwillig und wie wird diese Freiwilligkeit gewährleistet?“, „Welche Möglichkeiten haben Eltern, ihre Kinder nicht teilnehmen zu lassen, ohne das den Kindern Nachteile entstehen?“

Puh, da muss man durchatmen. Da stellt jemand ein Projekt auf die Beine – egal, wer es nun ist– und da versucht eine linke Fraktion, die sich ob ihres angeblich sozialen Charakters eigentlich freuen sollte, das sprichwörtliche Haar in der Suppe zu suchen. Mit über 20 Fragen. Mit Fragen, über die man schmunzeln könnte, die leider aber zeigen, wo die Prioritäten dieser Mini-Fraktion liegen. Gewiss nicht darin, dass es in dieser seit Jahren eher lahmen Stadt endlich wieder vorwärts geht. Und auch nicht darin, dass Kindern und Jugendlichen etwas geboten wird – jenseits von starren Stundenplänen.

Diese Anfrage in diesem Ausmaß ist mehr als peinlich und entlarvt die Warener Linke-Fraktion, die in der Politik kaum noch eine Rolle spielt, mehr, als ihr lieb ist. Wir kennen keine derart ausufernde Anfrage der Linken zu einem wirklich wichtigen Thema in der Stadt Waren. Weder zur Schulproblematik, noch zur Situation in Warens Stadtverwaltung und auch nicht zur katastrophalen Lage durch die Sperrung Herrenseebrücke. Da blieb die Linke bisher stumm.

Und – diese Anfrage hat auch noch eine andere Wirkung: Alle, die planen, ein Event, Projekt oder Ähnliches in Waren zu organisieren, sollten davon die Finger lassen. Es sei denn, sie stehen auf seitenlange Anfragen, viel Bürokratie und stundenlange Auseinandersetzung mit eigentlich unbedeutenden Linken-Politikern.

Kurz zum Projekt: Stadtpräsident Toralf Schnur hat eine Kürbiswelt für Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene auf einem Feld am Tiefwarensee mit großem Aufwand initiiert. Der Stadt entstehen keine Kosten. Dafür unterstützen Unternehmen. Die Kinder stellen zunächst individuelle Schilder mit ihren Namen her, anschließend werden sie ihre eigenen Kürbispflanzen aus den Samen ziehen und Ende April ins Feld einbringen. Zwischenzeitlich wird immer mal nachgeschaut, was da so passiert, ehe es im Herbst an die Ernte mit einem großen Fest geht. Dann vielleicht auch mit Riesen-Dingern, denn es gibt auch ein Feld der Giganten.

Soweit die Kurzfassung.

Und hier alle Fragen der besorgten Linken-Fraktion und die entsprechenden Antworten von Toralf Schnur, damit sich jeder selbst ein Bild machen kann:

I. Zuständigkeit

Auf welcher Grundlage handelt der Stadtpräsident bei diesem Projekt: offizielle städtische Maßnahme oder private Initiative?

Antwort: Der Ideengeber und Organisator ist Herr Toralf Schnur ohne ehrenamtliche Funktion.

Wurde das Projekt in einem städtischen Gremium vorgestellt oder beschlossen?

Antwort: Das Projekt wurde in keinem städtischen Gremium vorgestellt oder beschlossen, da es auch keine Notwendigkeit bzw. irgendeine gesetzliche oder kommunale Regelung gibt, die dies als erforderlich ansieht. Im Übrigen entspricht dies auch keinesfalls der normalen Praxis, dass Projekte diese Art in städtischen Gremien vorgestellt werden oder wurden.

Handelt es sich beim angekündigten Erntefest um eine städtische Veranstaltung, und wie wird diese finanziert?

Antwort: Das „Erntefest“ ist kein städtisches Projekt im engeren Sinne, findet aber innerhalb des Stadtgebietes fest. Eine finanzielle Beteiligung entsteht der Stadt nicht, ebenso wie bei allen anderen Veranstaltungen, die auf dem Gebiet der Stadt Waren(Müritz) stattfinden und nicht mit Haushaltsmitteln bezuschusst werden.

Welche Bereiche oder Mitarbeitenden der Stadtverwaltung sind in Planung, Organisation oder Durchführung eingebunden?

Antwort:

a) In die Planung sind keine Mitarbeiter eingebunden.

b) In die Organisation sind keine Mitarbeiter eingebunden.

c) In die Durchführung sind Mitarbeiter der städtischen Horte, die Mitarbeiter der Jugendclubs und die Stadtjugendpflegerin im Rahmen ihrer durch den Stellenplan ausdrücklich zugewiesenen Tätigkeiten eingebunden.

Welche städtischen Mittel oder Leistungen (z. B. Fahrzeuge, Flächen, Logistik) werden genutzt?

Antwort: Es werden keinerlei Mittel und Leistungen der Stadt Waren(Müritz) außerhalb des beschlossenen Haushaltsplans genutzt. Fahrzeuge, Flächen und Logistik werden allein durch die Unterstützer des Projekts finanziert.

Wer verantwortet die Öffentlichkeitsarbeit zum Projekt?

Antwort: Die gesamte Öffentlichkeitsarbeit obliegt Herrn Toralf Schnur als Organisator und Ideengeber, so wie es in allen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens praktiziert wird.

II. Finanzierung

Welche Kosten entstehen der Stadt durch das Projekt?

Antwort: Es entstehen der Stadt keine anlassbezogenen bzw. zusätzlichen Kosten.

Welche externen Partner unterstützen das Projekt, und in welcher Form?

Antwort: Als Organisator und Ideengeber gebe ich über Umfang und Inhalt der jeweilig erbrachten Leistungen der jeweiligen Projektpartner keine Auskunft, da es für die Umsetzung bzw. für die Durchführung ohnehin ohne Bedeutung für die Fragesteller ist. Ohnehin handelt es sich bei dieser konkreten Anfrage um eine Anfrage ins Blaue hinein, die an keiner Stelle eine Angelegenheit des eigenen Wirkungskreises der Stadt Waren(Müritz) berührt.

Existieren schriftliche Vereinbarungen oder Absprachen mit diesen Partnern?

Antwort: Natürlich existieren schriftliche Vereinbarungen zwischen dem Ideengeber/Organisator und den Projektbeteiligten über Art und Umfang der jeweilig zu erbringenden Leistungen. Eine Information an Dritte darüber ist nicht notwendig, da es sich bei der konkreten Anfrage um eine Anfrage ins Blaue hinein handelt, die an keiner Stelle eine Angelegenheit des eigenen Wirkungskreises der Stadt Waren(Müritz) berührt.

III. Transport, Aufsicht und Sicherheit

Wer organisiert und finanziert die Fahrten der teilnehmenden Kinder zum Kürbisfeld?

Antwort: Die Organisation der Fahrten erfolgt in Absprache mit den zuständigen Ansprechpartnern durch den Ideengeber und Organisator. Eine Finanzierung wird durch Projektpartner übernommen.

Welche Regelungen gelten für Aufsicht, Haftung und Versicherungsschutz?

Antwort: Im Rahmen der Organisation wird, soweit überhaupt erforderlich, eine entsprechende Versicherung durch den Ideengeber und Organisator abgeschlossen.

Wie wird die Sicherheit des Projektgeländes gewährleistet?

Antwort: Eine gesonderte Sicherung des Geländes ist nicht erforderlich, da es vollständig eingezäunt wird.

IV. Nutzung des Feldes

Welche Vereinbarung besteht mit dem Landwirtschaftsbetrieb Raabe zur Nutzung des Feldes?

Antwort: Als Organisator und Ideengeber gebe ich über Umfang und Inhalt der jeweiligen Vereinbarungen keine Auskunft, da es für die Umsetzung bzw. für die Durchführung ohnehin ohne Bedeutung für die Fragesteller ist. Ohnehin handelt es sich bei dieser konkreten Anfrage um eine Anfrage ins Blaue hinein, die an keiner Stelle eine Angelegenheit des eigenen Wirkungskreises der Stadt Waren(Müritz) berührt.

Wer trägt Verantwortung bei Schäden, Ausfällen oder Vandalismus?

Antwort: Der Organisator und Ideengeber, sowie alle Unterstützer tragen die Verantwortung bei Schäden, Ausfällen oder Vandalismus.

V. Beteiligung weiterer Einrichtungen

Wie wurde die Teilnahme für Kitas, Schulen, Vereine und Jugendclubs kommuniziert?

Antwort: Die Teilnahme wurde nach den Vorstellungen des Ideengebers und Organisators im eigenen Ermessen kommuniziert.

Wie wird sichergestellt, dass alle Einrichtungen gleichberechtigt teilnehmen können?

Antwort: Da das gesamte Projekt auf Miteinander und Toleranz gestützt ist, wird jeder der gerne teilnehmen möchte teilnehmen können. Ein besonderer Anspruch auf Teilnahme besteht nicht und wird es auch nicht geben.

VI. Einbindung der Eltern und Sichersteilung der Freiwilligkeit

Wie werden die Eltern bzw. Sorgeberechtigten über das Projekt informiert und in die Entscheidung einbezogen?

Antwort: Die Information der Eltern erfolgt im Ermessen der jeweiligen Projektpartner unter Einbeziehung der Eltern.

Ist die Teilnahme der Kinder ausdrücklich freiwillig und wie wird diese Freiwilligkeit gewährleistet?

Antwort: Die Teilnahme ist grundsätzlich freiwillig und bedarf keiner gesonderten Erklärung.

Welche Möglichkeiten haben Eltern, ihre Kinder nicht teilnehmen zu lassen, ohne dass den Kindern Nachteile entstehen?

Antwort: Da die Teilnahme grundsätzlich freiwillig ist und kein Zwang zur Teilnahme besteht kann den Kindern, die eine Teilnahme nicht wünschen auch kein Nachteil entstehen.

VII. Rolle der Müritz-Sparkasse

Auf welcher Grundlage unterstützt die Müritz-Sparkasse das Projekt „Kürbiswelt 2026″?

Antwort: Auf Grundlage eines persönlichen Gesprächs mit einem Vorstand der Müritz-Sparkasse wurde die Bereitschaft zur Unterstützung signalisiert, so wie bei vielen anderen Projekten auch, die dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

Handelt es sich bei der Unterstützung um eine Maßnahme im Rahmen ihres öffentlichen Auftrags oder um eine freiwillige Leistung?

Antwort: Die Ausreichung von Unterstützungsleistungen im Rahmen von Spenden oder Sponsoring durch die Müritz-Sparkasse fällt immer in den Zuständigkeitsbereich des Vorstandes bzw. Verwaltungsrates. Ohnehin handelt es sich bei dieser konkreten Anfrage um eine Anfrage ins Blaue hinein, die an keiner Stelle eine Angelegenheit des eigenen Wirkungskreises der Stadt Waren(Müritz) berührt.

Wie wird sichergestellt, dass die Unterstützung der Sparkasse nicht den Eindruck einer politischen oder persönlichen Begünstigung eines Amtsträgers erweckt?

Antwort: Die Ausreichung von Unterstützungsleistungen im Rahmen von Spenden oder Sponsoring durch die Müritz-Sparkasse fällt immer in den Zuständigkeitsbereich des Vorstandes bzw. Verwaltungsrates. Eine besondere politische oder persönliche Begünstigung eines Amtsträgers mit der Unterstützung eines gemeinwohl orientierten Projektes zu verbinden, ist ausgeschlossen. Es fehlt bereits an der Grundalge für eine politische oder persönliche Begünstigung eines Amtsträgers, da ansonsten alle Projekte, die Vereinen oder Verbänden zugeordnet werden können und deren Vorsitzende oder Vertretungsberechtigte ein politisches Mandat besitzen, dem Verdacht der Begünstigung unterliegen würden. Sofern eine solche Annahme zutreffend wäre, könnte selbst eine städtische Veranstaltung, die durch den Bürgermeister initiiert wäre bspw. im Vorfeld von Wahlen nicht mehr stattfinden, da eine beeinflussende Wirkung angenommen werden müsste. Diese grundlegende Zuordnung der Begünstigung von Amtsträgern innerhalb der Fragestellung ist daher generell unzutreffend, da der Stadtpräsident in diesem konkreten Fall ausdrücklich nicht in amtlicher Funktion, sondern vielmehr in repräsentativer Funktion tätig ist. Ohnehin handelt es sich bei dieser konkreten Anfrage um eine Anfrage ins Blaue hinein, die an keiner Stelle eine Angelegenheit des eigenen Wirkungskreises der Stadt Waren (Müritz) berührt.

16 Kommentare zu „Meinung: Die großen (Kürbis)Probleme der Warener Linken“

  1. Es ist doch völlig ok ,wenn jemand aus eigener Hand etwas organisiert was Kindern zu gute kommt und ihnen zeigt das was gedeiht was man selber pflanzt . So ist das Leben und es ist wichtig das Kinder es lernen , raus aus der digitalen Welt frische Luft atmen . Ein Projekt was der Stadt nichts kostet sollte keine Diskussion wert sein . An die Linke ,dann macht doch selber mal und quatsch nicht immer nur, wie eure Schreihälse im Bundestag die Steigbügelhalter der CDU .

  2. Liebe Politiker,

    bitte fragt euch vorab, welchen Schaden Ihr anrichten könnt, bevor ihr etwas sabotieren wollt, was Kindern zu Gute kommt bzw. für sie lehrreich und wertvoll sein könnte.

    Kritisch sein und nicht zu allem ja und Amen sagen ist gut, der Fragebogen ist aber weit über das Erträgliche hinaus.

    Vor allem vermisse ich die Frage,
    *Wie können wir unterstützen?*

    Herr Schnur hat sich Gedanken gemacht und sich mit diesem Projekt folgende Frage gestellt:

    Wie machen wir Waren besser, attraktiver, beziehen wir mehr Menschen ein?

    Also bitte, einfach mal danke sagen und selber ebenfalls aktiv werden und etwas Schönes erschaffen.

  3. Das sind ja da keine Unmenschen bei den Linken. Es wird schon einen Grund gegeben haben, warum so detailliert nachgefragt wurde.

  4. Danke für diesen erhellenden Beitrag! Wenn etwas nicht in ‚Unsere Demokratie‘ (TM) passt, wird es eben sabotiert. Deutschland eben. Schade. Sehr schade.

    Ach so, die ‚Die Linke‘ hatte zur Landtagswahl auch versprochen, jedem Schulkind ein kostenloses Mittagessen zu kochen(„Kostenloses Mittagessen – Machen wir. Die Linke“). Das Wahlplakat musste ich wochenlang vor meinem Fenster ertragen. Vielleicht hätte die Fraktion ‚Die Linke‘ ihre Zeit besser für die Lösung dieses Problems aufgewendet, schließlich stammt die Frau Bildungsministerin aus dem selben ‚Stall‘.

  5. Hans-Jürgen Frank

    Die Fragen der Linken sind ja wirklich an Brisanz nicht zu toppen. Dagegen sind alle anderen Warener Probleme nur Peanuts. Kommt bloß nicht auf die Idee, solche Äußerungen möglicherweise überflüssig zu finden!

  6. Die Linke sollte sich um von der Stadt bevorstehende Probleme kümmern und nur weil Herr Schnur so etwas iniziert das Haar in der Suppe suchen,die Linke immer bereit für solche Diskussionen.

  7. Da sieht man mal wieder auf welchem Kurs die Linken unterwegs sind,
    sabotieren ihnen Unliebsame wo sie können.
    Na ja, mittlerweile beschäftigt sich ja mal der Verfassungsschutz mit der Partei, so viel Antisemitismus wie dort unterwegs ist, stellen sich aber immer als die guten dar aber in Niedersachsen beschließen sie mal eben einen Antizionismusbeschluss und stellen somit das Existenzrecht Israels in Frage. Von klein (Kürbisfest sabotage) bis gross (antizionistisch) absolut unwählbare.

    schönes Wochenende

    1. Das Kürbisprojekt von Herrn Schnur klingt freundlich, aber die Gegenargumente sind nicht zu leugnen: Naturschutz wird ignoriert, Organisation und Logistik sind schwierig, der Pflegeaufwand hoch und nachhaltig wirkt das Ganze nicht. Da kommen einem einige Fragen in den Sinn. Dann erwähnt Herr Schnur in seinem Kommentar auch noch einen entstehenden Reitplatz – der ist aber fertig, schwarz gebaut, mitten im Landschaftsschutzgebiet und gefordert nur von Herrn Schnur und seiner Gefolgschaft und dem Vorhabenträger und nicht wie erwähnt von vielen Warenern. Wieder die gleichen Akteure: ein Stadtpräsident, der sich übermäßig für eine rein private Wohnbebauung mit einem privaten Reitplatz (angeblich für private Nutzung und Dorfkinder/Dorfbewohner) einsetzt, ein Vorhabenträger mit einer Projektentwicklungsfirma für Photovoltaikanlagen, welcher sich mit Bau- und Planungsrecht eigentlich auskennen sollte, derselbe Landwirt, der Flächen bereitstellt. Offiziell „privat“, aber gleichzeitig hört man Aussagen wie „endlich macht mal jemand was für die Stadt“ und „Ausbau Reitwegenetz“. Da stellt sich schon die Frage, ob hier wirklich soziale Projekte entstehen sollen oder ob am Ende doch nur privater Nutzen vorbereitet wird, da stimme ich voll mit „Wendy“ und „Micha“ überein.
      Gerade weil die Stadt dringend anderes braucht: Kaputte Brücken, schlechte Straßen und mehr Sauberkeit. Das sind echte Aufgaben, die allen helfen würden.
      Vielleicht sollten Herr Schnur und seine Mitstreiter ihre Energie lieber dort einsetzen. Zweckgebundene Unterstützungen für Infrastruktur und Sauberkeit würde sicher mehr Vertrauen schaffen als Kürbisse und Reitplätze im LSG.

      1. Bravo, Gabi, Wendy und Micha!!! Endlich mal Leute, die mitdenken und wirklich die richtigen Probleme ansprechen!
        Prinzipiell finde auch ich es richtig, dass Die Linke das Kürbis-Projekt hinterfragt. Zwar hätten mich dazu andere Fragen umgetrieben und vielleicht auch nicht sooo viele, aber es ist richtig, Fragen zu stellen.
        Toralf Schnur scheitert übrigens schon bei der korrekten Beantwortung der Frage 1. Zitat:
        „Auf welcher Grundlage handelt der Stadtpräsident bei diesem Projekt: offizielle städtische Maßnahme oder private Initiative?

        Antwort: Der Ideengeber und Organisator ist Herr Toralf Schnur ohne ehrenamtliche Funktion.“
        Also was denn nun? Offiziell? Privat? Wenn ohne ehrenamtliche Funktion, dann wäre die logische Schlussfolgerung für mich (Frau, blond …) wirtschaftliches Interesse. Oder doch offiziell? Oder was denn nun genau? Hobby? Oder vielleicht sich schon mal in Position bringen für den nächsten Bürgermeister-Wahlkampf?
        Was mir persönlich auch noch Bauchschmerzen bei diesem Projekt bereitet (neben den Dingen, die schon von anderen richtig benannt wurden): Die Kürbiswelt liegt am Tiefwarensee. Und was befindet sich auf dem Weg dorthin? Ja, richtig, da war doch was? Eine gesperrte Brücke!!!
        Mein Vorschlag also: Herr Stadtpräsident, kümmern Sie sich um schnelle Lösungen für die Brücke oder suchen Sie sich ein anderes Kürbisfeld, welches für Kinder ganz ökologisch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist. Ihnen als Ideengeber fällt da doch bestimmt etwas ein, oder?

  8. Vielleicht lohnt sich auch ein genauerer Blick auf die Lage und angeblichen Unterstützer des Projekts. Wenn ausgerechnet eine wertvolle Ausgleichsfläche im Landschaftsschutzgebiet mit direkter Lage am Tiefwarensee für ein „soziales“ Vorhaben herhalten soll, während Kritik abgewertet und der Stadtpräsident idealisiert wird, drängt sich der Eindruck auf, dass hier mehr im Spiel ist als ein harmloses Jugendprojekt. Die Berichterstattung ist hier leider, wie so oft, wenn es um den Stadtpräsidenten geht, sehr einseitig.

    1. Sehr geehrte „WENDY“

      zunächst ist festzuhalten, dass sich ein ehrlicher und vor allem sachlicher Blick auf die Situation vor Ort tatsächlich lohnt und hilfreich für alle Beteiligten ist, insbesondere für Diejenigen, die allgemein kritisch oder aus persönlichen Gründen ein Interesse daran haben den Personenkreis, der uneigennützig zum Wohle der Allgemeinheit aktiv ist, zu hinterfragen. Wir alle freuen uns etwas für die Stadt zu tun. Neben dem entstehenden und von so vielen Warenern mit großer Begeisterung geforderten Reitplatz im Bereich Neu Falkenhagen, hoffentlich als Bestandteil unseres zukünftigen städtischen Reitwegenetzes, wird dann ein völlig neues und noch viel sozialeres Projekt auf diesem Ende unserer Stadt entstehen. Wir sollten uns freuen, dass hier Menschen bereit sind zum Wohle der Entwicklung unserer Stadt, Hand in Hand, über alle Ebenen der Gesellschaft hinweg, im Interesse der Zukunft unserer Stadt gemeinnützig voranzuschreiten. Ich bin super stolz und glücklich, dass wir endlich etwas bewegen.

      Entgegen der Behauptung innerhalb des vorherigen Kommentars handelt es sich übrigens nicht um eine „wertvolle Ausgleichsfläche im Landschaftsschutzgebiet“. Entsprechend § 18 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) ist eine „Ausgleichsfläche“ Teil der sogenannten Eingriffsregelung, die darauf abzielt, die Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts und das Landschaftsbild trotz Bebauung zu erhalten. Eine „Ausgleichsfläche“ steht somit immer im Zusammenhang mit einem unmittelbaren Bauvorhaben, was in diesem Fall objektiv nicht gegeben ist. Es handelt sich vielmehr um eine Fläche, die in Zukunft landschaftlich genutzt und entwickelt werden soll, allerdings erst zukünftig. Aktuell ist es jedoch ein voll nutzbare landschaftliche Fläche, wie alle Felder der Region auch, die sämtlich im Landschaftsschutzgebiet liegen.

      Insbesondere mit den zahlreichen Unterstützern, die sich dafür immer mehr begeistern und zahlenmäßig von Tag zu Tag mehr werden, ist es gelungen eine herausragende und gemeinwohlorientierte Idee auszuarbeiten und im Interesse der Allgemeinheit zu entwickeln. Das Naturerlebnis wird hierbei für viele Gäste und Beteiligte ein wahrer Sonnenschein. Gerade die einzigartige und direkte Lage am Tiefwarensee wird dieses sozial herausragende Leuchtturmvorhaben noch bestärken, deshalb bin ich sehr dankbar, dass wir dieses schöne Fleckchen Erde nutzen dürfen. Es ist ein kleiner Schritt für eine große Zukunft eines gesellschaftlichen Miteinander.

  9. Ich denke, „Wendy“ hat hier ins Schwarze getroffen.
    In ein paar Jahren werden wir sehen, was da „zukünftig“ tatsächlich „genutzt und entwickelt werden soll“.
    Die einseitige Berichterstattung – wenn es um den Stadtpräsidenten geht – ist mir ebenfalls seit geraumer Zeit augenscheinlich.
    Und was die Fraktion der LINKEN angeht – die haben in ihrer „historischen DNA“ wohl ein Gespür für „Kapitalistische Interessen“.
    Ein landwirtschaftlicher Betrieb, eine (Solar)Projekt Entwicklungsgesellschaft, ein Stadtpolitiker – ich erwarte da sogar Fragen der Stadtvertreter.
    Übrigens – „Ausgleichsflächen“ können in einem Ökokonto „angespart“ und später einem konkreten Bauprojekt zugeordnet werden, es bedarf also keines „unmittelbaren Bauvorhaben“ Herr Schnur.
    😉

  10. Sehr geehrter Herr Schnur,

    dass meine Meinung hier von Ihnen als persönliches Interesse zur Denunzierung einer Personengruppe dargestellt wird, erweckt in mir nur noch mehr den Eindruck, dass diese Darstellung indirekt manipulativ ist, da so das Verständnis für das Projekt erzeugt werden soll und gleichzeitig Kritik oder Rückfragen abgewertet wird. Einen „ehrlichen und sachlichen Blick“ kann ich in ihrer Darstellung leider nicht erkennen. Wer sich auch nur oberflächlich mit der Sache beschäftigt, merkt schnell, dass hier einiges nicht zusammenpasst. Zumindest sind Fragen legitim.

    Sie verweisen außerdem auf einen entstehenden Reitplatz in Neu Falkenhagen, angeblich von vielen Warenern gefordert. Das ist schlicht falsch. Ich habe mich aufgrund Ihres Hinweises mal damit beschäftigt und musste feststellen, dass dieser Platz wohl schon seit mindestens fast 1 ½ Jahren existiert und ohne Genehmigung in einem Landschaftsschutzgebiet neben einer Wohnbebauung errichtet wurde, so jedenfalls die Berichterstattung in der Presse. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass der Betreiber des Platzes (der übrigens auch bei ihrem Projekt als Unterstützer fungiert) Inhaber einer Firma ist, die sich im Rahmen von Projektentwicklungen ausgerechnet mit der Prüfung relevanter Vorgaben im Bau- und Planungsrecht beschäftigt. Da stellt sich mir unweigerlich die Frage, warum dann ausgerechnet dieser Reitplatz und weitere Anlagen ohne Genehmigungen entstanden sind. Dass das nicht rechtens ist, sieht sogar so ein Laie wie ich. Eine breite öffentliche Forderung danach ist mir auch nicht bekannt. Auch ihre Darstellung, es handele sich um ein Vorhaben „für die Allgemeinheit“, wirkt wenig glaubwürdig, denn die Presse und andere Informationsquellen berichten von einem Reitplatz für die rein private Nutzung. Das passt nicht zu der Behauptung, es gehe hier um ein öffentliches Anliegen. Also treffen auch hier so einige Widersprüche aufeinander.

    Bei Ihrem Projekt bin ich auch wirklich überrascht, dass sich gerade so viele Jugendliche für dieses Projekt engagieren – zumal sie meiner Erfahrung nach sonst andere Interessen verfolgen und sich eher nicht damit beschäftigen, ihren eigenen Kürbis aufzuziehen, wenngleich ich generell erfreut bin, wenn es Projekte für die Jugend gibt. Was die Fläche ihres Kürbisprojektes betrifft: Ob man sie nun Brachland, Pufferstreifen oder Stilllegungsfläche nennt, sie wurde seit Jahren nicht bewirtschaftet und vom Landwirt scheinbar bewusst ausgespart. Solche Flächen dienen häufig dem Natur- und Artenschutz. Dann schaut man sich die Unterstützer an und es finden sich die gleichen Personen wieder, die auch mehr oder weniger mit dem von Ihnen benannten Reitplatz zu tun haben. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Manchmal muss man eben Sachen machen, um andere vorzubereiten. Aber das ist hier rein subjektiv.

    Generell finde ich nur die Darstellung auf dieser Plattform, auch wenn es „nur“ als Meinung deklariert ist, wirklich traurig. Ich bin kein Anhänger der Linken-Fraktion, aber diese und deren Mitglieder derart herabzuwürdigen und persönlich anzugreifen, kann man weglassen. Und außerdem, dass es bei einem großen Projekt zu Fragen kommt, sollte doch gerade Ihnen bekannt vorkommen, denn auch Sie stehen dafür, überall das sprichwörtliche Haar in der Suppe zu suchen und die Behörden mit einer Vielzahl von Anfragen zu beschäftigen. Vielleicht fällt es Ihnen auch nur schwer, dass jemand mal Sie und Ihr Projekt in Frage stellt und sich mit dem Applaus erst einmal zurückhält.

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