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Weniger politisch motivierte Straftaten in MV

30. Januar 2019

In Mecklenburg-Vorpommern ist die politisch motivierte Kriminalität im vergangenen Jahr zurückgegangen. Die Zahl der Vorfälle sank nach Informationen aus dem Innenministerium auf 1.256. Im Vorjahr waren es 1.417 Fällen – ein Rückgang um 161 Delikte. Dem Ministerium zufolge ist die Statistik noch vorläufig, es seien womöglich noch nicht alle Straftaten erfasst.

Mit 891 Fällen stellen rechts motivierte Straftaten weiterhin einen Großteil der Fälle. 235 Fälle ordneten die Ermittler dem linken Spektrum zu. Religiös oder ausländisch motiviert waren nur wenige Taten. 687 der Straftaten aller Richtungen sind dabei Propagandadelikte. Darunter fallen das Schmieren von Naziparolen oder Hakenkreuzen oder Veröffentlichungen im Internet. Gerade dort sind laut Ministerium 2018 deutlich weniger Straftaten erfasst worden.

Erhöht hat sich den Angaben zufolge die Zahl der antisemitischen Straftaten: 54 Fälle registrierten die Behörden 2018 (44 in 2017). Zudem stellten die Behörden 37 Angriffe auf Parteibüros fest. 2017 waren es 31; 2016 nur 11. Hauptangriffsziel im vergangenen Jahr waren demnach Büros der AfD (28 Fälle). Auffällig hoch war demnach auch die Zahl der Angriffe auf Asylunterkünfte. Neun Fälle hielt die Polizei fest; 2017 waren es vier.

Zurückgegangen ist dagegen die Zahl der Gewalttaten im Zuge von politisch motivierter Kriminalität. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr mit 95 politisch motivierten Gewaltdelikten 17 Fälle weniger als 2017 (112) registriert.


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