Keine Frage, Wettervorhersagen sind nicht immer 100prozentig genau. Erst Recht nicht an der Müritz. Doch schon seit Anfang der Woche warnen verschiedene Dienste, Behörden und auch Sozialverbände vor dem, was vor allem morgen auf uns zukommen könnte. Eltern dürfen selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken, Rettungsorganisationen empfehlen, vor allem am Freitag in Mecklenburg-Vorpommern – wenn möglich – zu Hause zu bleiben, Hilfsorganisationen bitten, sich um ältere Menschen in der Nachbarschaft zu kümmern, damit sie ihre Wohnungen nicht verlassen müssen, Firmen schicken Mitarbeiter ins Homeoffice, Veranstaltungen werden abgesagt. Alles aus Sicherheitsgründen. Schnee in Verbindung mit heftigem Wind könnte morgen für kritische Situationen auch an der Müritz sorgen. Wohl gemerkt könnte.
Doch es wird nicht so schlimm werden, liebe Müritzer, meinen zumindest Warens Bürgermeister Norbert Möller (SPD) und der Präsident der Stadtvertretung Toralf Schnur (parteilos). Denn es gab von verschiedenen Seiten Bedenken, was den für den morgigen Freitagabend geplanten Jahresempfang im Kurzentrum angeht. Um kein Risiko einzugehen, sind einige der Meinungen, dass man den Empfang besser verschieben sollte. Er ist schließlich nicht lebenswichtig. Möller und Schnur – offenbar ausgewiesene Wetterexperten – entschieden sich am Mittwoch gegen ein Verschieben.“Die Entscheidung, den Jahresempfang trotz der Unsicherheit hinsichtlich der Wetterlage durchzuführen, wurde nach sorgfältiger Abwägung und aktuellen Wetterprognosen getroffen. Die Wettervorhersage hat sich im Laufe der Woche verändert. Zwar ist im westlichen Teil von Mecklenburg-Vorpommern weiterhin mit extremen Wetterbedingungen zu rechnen, jedoch zeigt die aktuelle Vorhersage, dass die Situation in unserer Region am Freitagabend stabiler sein wird“, heißt es dazu auf Nachfrage von „Wir sind Müritzer“.
Und der Deutsche Wetterdienst? Der warnt weiterhin auch für die Müritz-Region vor allem vor Schneeverwehungen bei starkem Wind und Böen.







Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum man den Empfang nicht verschiebt. Was ist daran so wichtig. Viele Menschen, die da vielleicht hin wollten, werden darauf verzichten. Man nimmt ihnen regelrecht die Möglichkeit, daran teilzunehmen. Meine Bekannte und ich waren in den vergangenen Jahren oft da und wollten auch dieses Jahr hin. Vor allem auch, weil unser Herr Rhein Ehrenbürger werden soll. Ich halte die Entscheidung von Herrn Möller und Herrn Schnur für falsch und bin sehr enttäuscht.
Warum denn verschieben, meine Güte. Es ist Winter und da fällt auch manchmal Schnee, oder es gibt ein kleines Schneegestöber. Deshalb hat man doch nicht gleich Hausarrest. Wir erinnern an den Winter 1978/79, dass war schon eher eine Herausforderung für alle. Bleibt mal alle ein bisschen entspannt, diese Panikmacherei geht einem manchmal ganz schön auf den Sender. Für den Empfang heute Abend alles Liebe und Gute, viel Spaß und herzliche Glückwünsche von uns an Günther Rhein.
Die Wetterexperten sind sich, Stand 14.50 Uhr am Donnerstag, nicht einig, ob es in der Müritzregion wirklich so schlimm kommt.
„Die Schneevorhersage für Freitag lässt sich für Mecklenburg-Vorpommern bislang nicht präzisieren. NDR Wetterexperte Frank Abel geht vorerst davon aus, dass es ab etwa 7 Uhr an der Landesgrenze zu Niedersachsen wieder zu schneien beginn wird. Im schlimmsten Fall wird es danach bis zu einer Linie Rostock-Neubrandenburg einige Zentimeter Neuschnee geben. Nur im Südwesten des Landes könnte der Schnee demnach bis zu zehn Zentimeter Höhe fallen. Wegen starker bis stürmischer Böen könnten sich Schneeverwehungen allerdings bis zu 50 Zentimeter auftürmen. Auch an der Küste kommt es voraussichtlich zu Verwehungen – allerdings ohne Neuschnee. Abel hält es andererseits auch für möglich, dass es am Freitag nur im Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns einige Zentimeter schneit.“
Zitat Liveticker MV auf http://www.ndr.de
Daher besteht meiner Meinung nach kein Grund, den Jahresempfang abzusagen, zumal es kein überregionaler, sondern ein innerstädtischer Empfang ist.
Die meisten der oben zitierten Maßnahmen und Warnungen beziehen sich auf die westlicheren Landkreise.
Ich drücke allen Pendlern die Daumen, dass wir gut durchkommen und wünsche den Organisatoren des Jahresempfangs viel Freude und gutes Gelingen beim Empfang.
Ich mache einen Vorschlag: Wir nennen das Phänomen „Winter“.
Wie die ganz Alten berichten, soll es in diesem sogenannten „Winter“ seit hunderten von Jahren regelmäßig kalt sein, es kann schneien und manchmal weht sogar Wind. Als ich ein Kind war, gab es einen „Winter“, da lag der Schnee so lange so hoch, dass Räumpanzer ausrücken mussten.
Und heute? Sind erwachsene Leute inzwischen alle so retardiert, dass sie es nicht allein entscheiden können, ob sie morgen Abend einen Spaziergang zum Kurzentrum machen oder es ihnen zu zugig ist? Ich denke nicht.
Also Mütze auf, Handschuhe und Schal angelegt und einen echten norddeutschen Wintertag genießen! Wir sehen uns im Kurzentrum…
Nach heutigen Informationen scheint die Front des Tiefs südlich um MV herum vorbeizuziehen. Demnach wird es hier voraussichtlich nicht so schlimm. Möglich, dass die beiden Herren auch diesen Informationsstand haben. Das mit den Wetterexperten ist eine grobe Ohrfeige, hier auf dem Blog aber nicht ungewöhnlich. Andererseits sieht man, was hier Priorität hat, in den Köpfen. Die Herrenseebrücke oder der Bahnhofstunnel scheinen es nicht zu sein. Ein Galaabend passt da besser. Das lockt sie hinterm Ofen vor.