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Ankershagen lockt mit der „Unendlichen Geschichte vom Trojanischen Pferd“

21. Mai 2017

Wer schon immer das Heinrich-Schliemann-Museum genauer kennenlernen wollte, hat an diesem Sonntag eine gute Chance. Beim Museumstag mit freiem Eintritt und der neuen Sonderschau „Die unendliche Geschichte vom Trojanischen Pferd“, die Museumsleiter Reinhard Witte konzipiert hat. „Wir sind Müritzer“ hat sie sich vorher angesehen und kann sagen: Es ist unterhaltsam und der Ausflug ins Haus des kleinen Heinrich Schliemann  lohnt sich.

Das „Trojanische Pferd“ war bekanntermaßen ja eine Kriegslist, mit der die Griechen vor mehreren tausend Jahren das antike Troja eingenommen haben – kennt wohl jeder, mehr oder weniger genau. Ja, da war doch der letzte Film „Troja“ mit Brad Pitt als Achilles in der Hauptrolle.

Also die griechischen Krieger versteckten sich im Bauch des hölzernen Pferdes, das sie nach ihrer erfolglosen Belagerung am Strand zurückließen. Die Trojaner zogen das Pferd in die Stadt, und die Krieger öffneten nachts die Tore für die anderen Griechen, die sich mit ihren Schiffen versteckt hatten.

„Aber das ist alles ein Irrglaube“, sagt nun Witte. Das Pferd ist eine Sagengestalt, für die es mehrere Erklärungen gibt – die Witte alle kennt. Und das „Trojanische Pferd“ wäre – modern gesagt – ein toll vermarktete Eigenmarke, die es in alle Winkel der Erde und sogar in den Sprachgebrauch geschafft hat. Immerhin 17 solcher Trojanischen Pferde hat Witte „ausgegraben“ und darüber Texte und Bilder verfasst. Das hölzerne Bauwerk in Ankershagen entstand vor etwa 20 Jahren im ÜAZ Waren  und gehört mit sechs Metern Höhe zu den Größten.

Viele kleine Modelle solcher Bauwerke, historische Bücher und Bilder ergänzen die Schau. Auch die Karikatur kam nicht an dem Symbol vorbei: So sind Zeichnungen zu sehen, wo ein Trojanisches Pferd als ein Fast-Food-Restaurant „missbraucht“ oder auch mal einen Strafzettel bekommen kann. Wer noch mehr darüber wissen will: Am Sonntag führt der Museumschef erstmals mit viel Details durch die Ausstellung. Später bis 17. September.


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