Autogramme zwischen Seilspringen und Kugelstoßen

22. August 2013

15Von Antje Rußbüldt-Gest

Waren. So ein volles Stadion wünscht sich der SV Waren 09 bei seinen Heimspielen sicherlich auch einmal: Mehr als 800 Kinder, Jugendliche und Erwachsene schwitzen heute im Müritzstadion, um das Deutsche Sportabzeichen zu erlangen. Das gibt’s seit 100 Jahren, und zwar in Bronze, Silber und Gold und ist im vergangenen Jahr deutschlandweit fast 850 000 Mal vergeben worden. Noch bis 19 Uhr laufen, springen und werfen die Teilnehmer im Stadion.

Unter den Sportlern auch ganz prominente, wie Kugelstoß-Weltmeisterin und Olympiasiegerin Astrid Kumbernuss und Kanu-Olympiasieger Andreas Dittmer. Auch Stadtpräsident Norbert Möller legte sich ins Zeug. Von den Sponsoren des Sportabzeichen-Tages wagten sich der Barmer-Bezirksgeschäftsführer Mario Homuth und Sparkassen-Mitarbeiterin Andrea Rubbey an den Start. Alle mit Erfolg.

„Ich mache ja viel Sport, aber diese Disziplinen sind auch für mich eine Herausforderung. Das gibt Muskelkater“, gab Norbert Möller zu. Die „Promis“ mussten zunächst einen Zwei-Kilo-Medizinball werfen, dann Seil springen und schließlich beim Kugelstoßen überzeugen. Klar, dass Astrid Kumbernuss in dieser Disziplin alle anderen hinter sich ließ. Obwohl sie die Kugel nur noch selten in die Hand nimmt. „Ich mache zwar noch Sport, um fit zu bleiben, aber Kugelstoßen gar nicht mehr“, sagte die sympathische Sportlerin, die heute bei der Barmer GEK als Marketingexpertin arbeitet. Dass sie auch nach ihrer aktiven Laufbahn beliebt und bekannt ist, hat sie im Müritzstadion heute einmal mehr erfahren. Sie gab jede Menge Autogramme auf T-Shirts und wurde um etliche gemeinsame Fotos gebeten.

Eisbeutel wurden knapp

Von den 800 Teilnehmern kamen 550 aus den Schulen der Region und 150 aus den Kitas. Schon die Kleinen gaben alles. Zwar flossen hier und da auch mal ein paar Tränchen, aber nicht, weil die Anforderungen zu hoch, sondern der Ehrgeiz zu groß war. Für den goldenen Fitnessorden mussten in den einzelnen Disziplinen drei Punkte geholt werden. Manch‘ ein kleiner Sportler haderte mit sich, wenn’s nur zwei wurden. „Es ist schön zu sehen, mit welchem Elan die Kinder dabei sind und wie gerne sie sich bewegen. Das müssen wir weiter fördern. Solche Veranstaltungen sind dafür sehr gut“, meinte Trainer Hoffmann am Rande der Veranstaltung.

Nicht zum Sport machen, sondern eher zum Kühlen waren DRK-Rettungsassistent Torsten Hahn und Philipp Preisinger vom DRK-Betreuungsdienst im Stadion. Sie mussten nach den ersten Stunden schon Nachschub anfordern, denn Eisbeutel wurden so einige gebraucht. „Meistens haben sich die Sportler nicht richtig warm gemacht und sich dann verletzt“, so Torsten Hahn. Ein Kind musste auch ins Krankenhaus. Es war von der Hüpfburg gestürzt und hat sich dabei an der Nase weh getan.


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Eine Antwort zu “Autogramme zwischen Seilspringen und Kugelstoßen”

  1. biene sagt:

    Wünsche allen Kindern und Jugendlichen noch viel Kampfgeist. Wetter ist fantastisch.

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