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Autorin liest über ihr Leben mit unheilbarer Krankheit

7. November 2017

Um 19:30 Uhr beginnt heute eine Lesung in der Baptistengemeinde, Goethestraße 32 in Waren, mit der Autorin Andrea Schneider. Sie ist chronisch Krank und schreibt auf erfrischende und
ermutigende Weise über ihren Umgang mit der Krankheit. Andrea Schneider leidet seit vielen Jahren an Multiple Sklerose.

Wie steigert man eigentlich das Adjektiv gesund? Gesund, gesünder, am gesündesten. Oder auch so: gesund, gesünder, kerngesund? Das klingt interessant – aber was bedeutet dann kerngesund?

Zum Beispiel: Knackigkräftig. Strotzendstark. Superschön. Fulminantfit … Oder kann kerngesund auch noch eine andere Bedeutung haben: Innerlich, im Personkern heil und gesund?

Zum Beispiel: Trotz Behinderung fit. In Krankheit stark. Trotz Schwäche fröhlich. Mit Handicap beweglich. Trotz Verletzung schön. Bei Hindernissen mutig. Sozusagen: eigentlich kerngesund …

Ein spannendes Thema, das uns alle betrifft: Wie ist das mit Krankheit und Gesundheit? Ist man krank, wenn der Körper nur eingeschränkt funktioniert? Ist man gesund, wenn man keine Krankheitsdiagnose hat? Was macht das Leben lebenswert, wenn die sprichwörtliche „Hauptsache gesund!“ fehlt?

Die Rundfunkpastorin und Autorin Andrea Schneider lebt seit 2002 mit der Diagnose „Multiple Sklerose“, das heißt, mit einer Erkrankung des zentralen Nervensystems, die unheilbar ist, unberechenbar und fortschreitend. Mit den Jahren hat sich bei ihr eine starke Gehbehinderung eingeschlichen. Der Rollstuhl ist ihr ständiger Begleiter.

In kurzen Geschichten – mal humorvoll, mal ernst – erzählt sie in ihrem Buch, wie es ist, mit Krankheit und Behinderung zu leben. Andrea Schneider erzählt von sich persönlich und von andern Menschen, die mutig Hindernisse anpacken. Sie fragt: Was trägt, wenn der Boden unter den Füßen wegbricht? Wie kann man/frau trotz allem kerngesund leben?

 


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